Der Bürgermeister von Oberreichenbach Karlheinz Kistner (links) und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel freuen sich über den Zuschuss aus Berlin. Foto: Promo

Oberreichenbach bekommt einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro für das Projekt "Lebensqualität durch Nähe".

Oberreichenbach - Die Gemeinde Oberreichenbach erhält einen Förderbeitrag aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Höhe von 20.000 Euro für ihr Projekt "Lebensqualität durch Nähe".

Bei seinem Gemeindebesuch zollte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel dem Bürgermeister von Oberreichenbach Karlheinz Kistner und seiner Politik "den Blick nach vorn".

Inhalt des Projekts ist, dass sich die Bürger von Oberreichenbach zum Wohle ihrer Mitmenschen besonders aktiv in das Gemeindeleben einbringen. In sechs Arbeitskreisen werden Ideen entwickelt, um das Zusammenleben in der Gemeinde zu verbessern. Damit soll Oberreichenbach als Wohnort attraktiv bleiben.

Das Bürgerbeteiligungsprojekt beinhaltet auch eine Anlaufstelle für ältere Menschen, den Aufbau eines Hilfenetzwerkes und die Entwicklung von ambulanten Pflegewohngruppen. "Keiner muss sein gewohntes Lebensumfeld verlassen, nur weil er ein Handicap hat", das ist das formulierte Ziel, mit dem sich die Gemeinde auch um die Förderung beworben hat.

"Das Projekt deckt sich unmittelbar mit der Strategie der Demografie-Strategie der Bundesregierung, den Menschen im Land so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen", sagt der Parlamentarische Staatssekretär. Die Resonanz auf die Ausschreibung sei mit 500 Bewerbungen auffallend hoch gewesen. "Es spricht für die Oberreichenbacher, dass die Kommune zu den ausgewählten Projekten zählt", meint Fuchtel.

Auch Oberreichenbach kämpfe mit den infrastrukturellen Benachteiligungen des ländlichen Raumes, insbesondere bei der Versorgung mit einer adäquaten Internetverbindung für die Bürger warte die Gemeinde seit Jahren auf Fortschritte und das, obwohl auf der Gemarkung drei Glasfaserkabel-Anschlüsse zusammenlaufen würden, sagt der Bürgermeister. "Wir bleiben am Thema und den zuständigen privaten Anbietern dran", verspricht er.

Auch bei verschiedenen anderen Förderprojekten und als Preisträger habe man einiges erreicht. "Schließlich fährt das erste Elektro-Bürgerauto nicht in Stuttgart oder andernorts, sondern hier in Oberreichenbach", freut sich der Bürgermeister. Darüber hinaus kümmern sich Kistner und alle anderen Mitglieder der "Solar Lokal"-Gemeinde auch um die Steigerung der Lebensqualität vor Ort und ein noch besseres Miteinander.

Seit 2009 beteiligt sich die Gemeinde am LEADER-Projekt "Lebensqualität durch Nähe". Nicht zuletzt durch solche Projekte unter Einbindung möglichst vieler Bürger unterschiedlicher Generationen ist in Oberreichenbach eine Aufbruchstimmung spürbar.

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