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Obernheim "Wir brauchen das schnelle Netz"

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Das Breitband-Netz wird in Obernheim deutlich teuerer als geplant Foto: Büttner Foto: Schwarzwälder Bote

Obernheim. Schnell, aber teuer: Die neuesten Angebotskosten für den Breitband-Ausbau in Obernheim, die in der jüngsten Sitzung im Raum standen, liegen den Gemeinderäten schwer im Magen. Das Projekt – es stand wie andernorts das gemeinsame Beauftragen einer Generalunternehmerschaft auf der Tagesordnung – schien Verwaltung und Gremium gleichermaßen alternativlos. "Unsere Bevölkerung braucht das schnelle Netz doch", formulierte es Bürgermeister Josef Ungermann. Doch dass das Angebot der Netze BW mit 345 734,79 Euro deutlich höher liegt, als in Obernheim ursprünglich eingeplant, sorgte für Unverständnis und kollektives Kopfschütteln.

Ungermann zeigte in der Diskussion für seine Räte Verständnis: "Das ist ja auch ein großer Brocken, den wir als Kommune stemmen müssen." Ihm persönlich, wurde er deutlich, gehe es gewaltig gegen den Strich, dass kleinen Gemeinden wie Obernheim ein Mammutprojekt wie der Breitbandausbau aufgebürdet werde. "Denn was sollen wir auch anders tun?", fragte der Rathauschef rhetorisch in die Runde: "Leidtragende wären unsere Bürger. Das will ich nicht zulassen." Doch freilich kämen die Mehrkosten mitten in der Corona-Pandemie einfach zur Unzeit.

Andrea Gobo, die Leiterin des Amtes für Digitalisierung im Zollernalbkreis, und ihr Kollege Michael Zillgener standen in der Sitzung Rede und Antwort. Im Vergabevorschlag der Verwaltung ist zu lesen, dass die Angebotssumme der Firma Netze BW für Obernheim das wirtschaftlichste Ergebnis sei. Doch die Verwaltung war bei der Aufstellung des Haushaltsplans für 2020 von lediglich 200 000 Euro ausgegangen. Dass es in Obernheim für das Projekt Zuschüsse von 123 930 Euro geben wird, vom Land seit April bewilligt, war dem Gremium nur ein schwacher Trost. Die Gemeinde möchte nun einen Antrag auf eine Zuwendung aus dem Ausgleichstock für 2021 stellen, um den hohen ungedeckten Restkosten Herr zu werden.

Das Backbone-Netz soll Ende 2021 fertig sein

Der Obernheimer Gemeinderat hat in seiner November-Sitzung 2019 beschlossen, dass KOMM.Pakt.Net in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Zollernalbkreis die EU-weite Ausschreibung zur Suche eines Generalübernehmers vornimmt. Dieser plant und errichtet das Backbone-Netz im Zollernalbkreis und verlegt innerörtliche Trassen entlang der Backbone-Trasse mit. An dieser Ausschreibung haben neben der Gemeinde Obernheim die Kommunen Burladingen, Bisingen, Geislingen, Haigerloch, Hausen am Tann, Meßstetten, Ratshausen, Schömberg und Weilen unter den Rinnen teilgenommen. Fertiggestellt sein soll das Backbone-Netz bis zum 31. Dezember 2021.

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