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Obernheim Unter den wichtigsten Hochburgen im Land

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In Grafs Buch ist Obernheim drin. Foto: Gmeiner Verlag Foto: Schwarzwälder Bote

Obernheim. Der Autor Edi Graf widmet der Hexenzunft Obernheim in seinem Buch "Fasnet – Schwäbisch-alemannische Zünfte und Hochburgen" das kürzlich im Gmeiner-Verlag erschienen ist, einen von 88 Beiträgen.

Darin beleuchtet der Autor und Journalist die Narrenzünfte und ihre Traditionen "in den badischen und schwäbischen Fasnets-Hochburgen" und nimmt die Leser mit auf eine "närrische Rundreise durch die Region", wie der Verlag verspricht. "In unterhaltsamen Texten geht er auf einzelne Zünfte ein."

Die Hexenzunft Obernheim ist mit ihrem Brauch am Fasnetssonntag vertreten. Darüber wird erstmals 1595/1596 in der Schwäbischen Chronik berichtet, es geht um ein Schauspiel auf dem Heuberg: Die Hexe "Unholda Moserin" steht vor dem Hexengericht; vor ihr der Oberste Richter und seine zwei Schöffen, die sie mit zwei starken Stricken versuchen zu bändigen. Unholda Moserin zerrt immer wieder an den Seilen und "hält verzweifelt die Hände vor die Maske", schildert Graf in seinem Buch.

Während die Hexe in Gefangenschaft ist, wird sie schließlich verurteilt. Doch sie kann fliehen. Ihre Wächter rennen ihr nach und kommen mit einer Puppe, welche die Rolle der Hexe übernimmt, zurück. Die Hexe wird an den Hexenbaum gebunden und verbrannt. Die anderen Hexen tanzen zu den Klängen des Hexenmarsches um den Baum herum. Und beim nächsten Umzug ziehen die Folterhexen Unholda Moserin wieder durch die Straßen...

Eine Zeit lang war anstelle der Hexe Unholda Moserin allerdings eine Wintergestalt aus Stroh verurteilt und im Feuer verbrannt worden.

Der Autor Edi Graf ist gebürtiger Schwabe und Schantel. Er stammt aus Friedrichshafen. Seine Eltern kommen aus Oberndorf am Neckar. Für sein Buch reiste er Jahre lang zu Narrenorten, um altes Brauchtum zu erleben. In seinem Heimatort bei Rottenburg am Neckar genießt Graf auch die örtliche Fasnet.

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