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Obernheim Mit einem besseren Ton geht es los

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Beim nächsten Zunftabend der Hexenzunft darf Putzfrau Berta sich über eine neue Lautsprecher-Anlage freuen. Foto: Weiger Foto: Schwarzwälder Bote

In der Obernheimer Festhalle ist der "Sound" bei Veranstaltungen immer wieder Anlass für Diskussionen. Deshalb hat der Gemeinderat nun mehrheitlich den Kauf und die Installation einer neuen Lautsprecher-Anlage beschlossen.

Obernheim. "Wir nutzen unsere bisherige Anlage so oft", sagte Bürgermeister Josef Ungermann und übte sich in umsichtiger Diplomatie, "aber ich habe selten etwas Gutes dazu gehört."

In der Tat: Seit einigen Jahren beschäftigen sich die Obernheimer mit einer Alternative zu ihrer Lautsprecher-Anlage in der Mehrzweckhalle. Bereits im Oktober 2018 hatten sie eine Arbeitsgruppe gegründet, bestehend aus Gemeinderäten und Vereinsvertretern. Diese sollte den exakten Bedarf für die dort stattfindenden Veranstaltungen ermitteln.

Der Ton macht bekanntlich die Musik – und nicht nur die. Denn das Programm, das abseits der Pandemie in der Festhalle sprichwörtlich über die Bühne geht, ist breit aufgestellt. Es reicht von den Konzerten des Musikvereins Lyra über die Theater-Aufführungen des TSV und die Auftritte des Gesangvereins bis hin zu den Fasnetsveranstaltungen der Hexenzunft.

Nach dem ersten gemeinsamen Termin im November 2019 wollte sich die Arbeitsgruppe im März 2020 neuerlich zusammensetzen, um das Anforderungsprofil exakt zu definieren. Doch die Corona-Pandemie bremste diese Pläne aus: Der Termin fand erst im September statt. Ergebnisse gab es dennoch, die Gemeinde schrieb daraufhin die neue Anlage aus.

Das günstigste Angebot lag bei knapp 20 000 Euro. Bereits im Haushalt für 2020 waren für das Projekt 20 000 Euro eingeplant gewesen. Da absehbar war, dass die Umsetzung erst 2021 erfolgt, ist die Maßnahme im Etat für 2021 neuerlich eingestellt. Allerdings mit einer Summe von 25 000 Euro: Es sind zusätzlich elektrische Installationsarbeiten für rund 4000 Euro notwendig.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats entspann sich eine sachliche, aber durchaus kontrovers geführte Diskussion, ob der Kauf einer Lautsprecher-Anlage mitten in der Coronavirus-Pandemie der Kür oder der Pflicht zuzuordnen sei. Für Bürgermeister Josef Ungermann eine klare Sache: "Wir brauchen eine funktionierende Lautsprecher-Anlage. Davon profitieren unsere Bürger bei allen Veranstaltungen."

Jürgen Moser: "Derzeit nicht gerechtfertigt"

Jürgen Moser sah das anders: "Ich halte die Investition zum jetzigen Zeitpunkt für nicht gerechtfertigt." Im Jahr 2021, so mutmaßte Moser, würden wohl ohnehin nur wenige Veranstaltungen über die Bühne gehen. Joachim Schnell indes setzte sich mit deutlichen Worten für den Kauf ein: "Wir haben das Thema schon so lange auf dem Tisch." Und so bat er seine Ratskollegen: "Lasst uns den berühmten Knopf daran machen. Ich möchte nicht wieder bei Null anfangen." Im Übrigen gehe er durchaus davon aus, dass es 2021 Veranstaltungen in der Halle geben werde.

Johannes Huber sah das ähnlich: "Die Vereine warten sehnsüchtig darauf, wieder loszulegen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt." Gerade deshalb müsse man die ruhige Zeit nutzen, um alles auf Vordermann zu bringen. Patrick Weckenmann schätzte an den Plänen, dass die Vereinsvertreter mit ins Boot geholt und nach ihren Anforderungen gefragt worden seien. Schlussendlich entschied sich das Gremien bei zwei Enthaltungen, das Projekt trotz der bekannt engen finanziellen Spielräume laufen zu lassen.

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