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Obernheim Firmen wollen sich nicht äußern

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Vor der Firma Weiss in Egesheim steht das umstrittene Plakat. Foto: Schwarzwälder-Bote

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Egesheim. Einen Tag nachdem das Plakat zur Wahl – aufgestellt von der Egesheimer Firma Richard Weiss – durch die sozialen Medien kursierte, bläst dem Drehteile-Hersteller heftiger Wind entgegen. Auf dem Plakat ist ein Bild abgedruckt, das ein hellhäutiges Kind mit blonden Locken zeigt, von einer Gruppe dunkelhäutiger Kinder begutachtet. Überschrift des Bildes: Deutschland 2030; unter ihm steht: Woher kommst du denn?

Rechts neben dem Bild, das nicht weiter erklärt werden muss, ist zu lesen: "Haben wir eine Alternative???" und darunter "!!!Zur Wahl gehen!!! Am Sonntag, den 24.9.2017".

Naheliegend ist, dass die Firma mit dem Schild dazu animieren will, bei der Bundestagswahl die Alternative für Deutschland (AfD) zu wählen. Neben dem Weiss-Logo sind auch jene der Obernheimer Unternehmen Elektro Moser und Ingenieurbüro Mauthe sowie der Bauunternehmung Haselmeier aus Nusplingen abgebildet.

"Es ist widerlich, dieses Bild in dem Kontext zu verwenden. Vielleicht nutzen Sie bei Google mal die Bildersuche, um zu erfahren, wie es entstanden ist", schreibt Johannes K. auf Facebook.

Im Februar 2016 machte sich NDR-Journalist Fiete Stegers auf Spurensuche, nachdem CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach das Bild mit den Schriftzügen auf Twitter gepostet hatte. Er fand zunächst heraus, dass das Bild seit einigen Jahren im Internet für entsprechende Stimmungsmache genutzt wird.

Weitere Recherchen ergaben, dass das Bild von einer australische Familie stammt. Sie besuchte 2011 ein Kinderheim in Indien und fotografierte ihren damals 18 Monate alten Jungen. Falls die Familie – Rechteinhaber des Bildes – gegen die Firma Weiss klagen würde, könnte zum Image- auch ein finanzieller Schaden enstehen.

Weiss wollte sich nicht zur Sache äußern und kam einer Anfrage unserer Zeitung nach Rückruf nicht nach. Die Elektro-Firma Moser wollte keinen Kommentar abgeben, das Ingenieurbüro Mauthe war telefonisch nicht zu erreichen, bei der Firma Haselmeier nur die Mutter des Geschäftsführers, die deutlich machte, dass weitere Anfragen zu diesem Thema nicht beantwortet würden.

Der Schwäbischen Zeitung hatte Hans Haselmeier zuvor mitgeteilt, er sehe tatsächlich den Trend, dass es zu viele Ausländer in Deutschland geben könne, "und das funktioniert nicht". Dabei sei er weder rechtsradikal noch ausländerfeindlich. Er habe zwar keine ausländischen Mitarbeiter, würde sich aber keineswegs scheuen, welche einzustellen.

In den sozialen Netzwerken ist der Tenor indes eindeutig: Als "rechtsextremer Dreck" wird die Plakatierung dort verurteilt, die Urheber als "unglaublich feige". Ein Nutzer kommentierte: "Hoffentlich springen ihnen die Kunden in Scharen ab."

 
 

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