Gerieten fälschlicherweise in einen Zusammenhang mit dem Eppinger Fasnetsunfall: die Obernheimer Hexen. Foto: sb

Unfall in Eppingen mit Archivfotos der Obernheimer Hexen illustriert. Verein hat an Umzug gar nicht teilgenommen.

Obernheim -  Überregionale Medien haben ihren Bericht über den Fasnetsunfall in Eppingen mit Archivfotos der Obernheimer Hexen illustriert, obwohl diese gar nicht am Eppinger Nachtumzug teilgenommen hatten – sie feierten daheim in Obernheim den Geburtstag ihrer Saalfasnet. "Wir sind entsetzt, mit diesem schrecklichen Unfall in Verbindung gebracht zu werden, mit dem wir nicht das Mindeste zu tun haben", erklärte ihr Zunftmeister Thorsten Scheurer am Montag gegenüber dem "Schwarzwälder Boten" "Jedem zur Freud’, niemand zum Leid – dieser Grundsatz gilt auch für uns. Es ist furchtbar, wenn während der Fasnet so ein schlimmes Unglück geschieht."

In Eppingen, einem knapp 30 Kilometer von Heilbronn entfernten Ort, hatten Unbekannte eine 18-Jährige über einen Kessel mit heißem Wasser gehalten, den eine Hexengruppe im Zug mit sich führte. Die junge Frau erlitt schwerste Verbrühungen an den Beinen und musste in eine Spezialklinik eingeliefert werden.

Überregionale Medien hatten danach auf ihren Online-Plattformen und Social-Media-Kanälen über den Unfall berichtet und diesen Bericht ausgerechnet mit Archivbildern der Obernheimer Hexen illustriert. Scheurer setzte sich mit den betreffenden Medienhäusern in Verbindung, die Fotos wurden entfernt. Der verletzten 18-Jährigen gelten seine besten Genesungswünsche: "Wir hoffen, dass sie schnell wieder gesund wird."

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