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Obernheim Bürger zahlen künftig mehr für Abwasser

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Für Abwasser, das durch die Rohre fließt, zahlen die Obernheimer künftig mehr. Foto: Schwarzwälder Bote

Obernheim - Finanzielle Unterstützung für Kanalsanierungsarbeiten kann die Gemeinde nur erhalten, wenn die Preise angehoben werden.

Es ist schon einige Zeit her, dass die Gemeinde Obernheim sich mit den Abwassergebühren befasst hat: Zuletzt wurden sie Ende 2014 kalkuliert und für das Folgejahr angepasst.

In den Jahresrechnungen der vergangenen Jahre lag der Deckungsgrad bei der Abwassergebühr bei etwa 90 Prozent. 2018 änderte sich das plötzlich - der Kostendeckungsgrad lag lediglich noch bei 68,6 Prozent. "Deshalb ist eine Neukalkulation unumgänglich geworden", erläuterte Bürgermeister Josef Ungermann den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung.

Erhöhung um 60 Cent pro Kubikmeter

Für das Jahr 2019 wurde das Büro Zöllner aus Mössingen mit der Preisberechnung beauftragt. Dasselbe Unternehmen hat 2011 und 2012 bereits die Kalkulation zur Einführung der gesplitteten Abwassergebühr durchgeführt und kennt die Abwasseranlagen Obernheims inzwischen. Auch die Globalberechnung 2011 wurde vom Büro Zöllner erarbeitet. Diese bildet weiterhin das Fundament für die Gebührenkalkulationen für die Schmutz- und Niederschlagswassergebühren. Die Planung umfasst dabei einen Zeitraum von drei Jahren.

Die Vorauskalkulation wurde alternativ auf zwei und drei Jahre, jeweils ohne und mit Umlage für die Unter- beziehungsweise Überdeckungen der vergangenen Jahre, berechnet.

Die Verwaltung schlug als Grundlage die Vorauskalkulation 2020 bis 2022 mit Einrechnung der Umlage für Über- und Unterdeckungen vor. Angesichts der anstehenden Kanaluntersuchungen und den daraus resultierenden möglichen Sanierungsmaßnahmen plädierte die Verwaltung dafür, die Gebühren auf die Obergrenze festzusetzen.

Bei der Schmutzwassergebühr bedeutet das eine Erhöhung um 60 Cent pro Kubikmeter: Von 2,50 Euro wird der Preis dafür auf 3,10 Euro steigen. Bei der Niederschlagswassergebühr ist eine Reduzierung um sechs Cent von 0,26 Euro auf 0,20 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche vorgesehen. "Nur eine annähernd kostendeckende Abwassergebühr eröffnet die Möglichkeit, Landeszuschüsse für Kanalsanierungsmaßnahmen zu erhalten. Ohne solche Zuschüsse würden sich die Kosten und damit auch die Gebühren im Abwasserbereich in Zukunft wesentlich weiter nach oben orientieren", betonte Bürgermeister Josef Ungermann.

Einzelne Gemeinderäte legten in der Aussprache ihre persönlichen Berechnungen als exemplarische Beispiele vor: Zwischen zwei und zehn Euro Mehrkosten pro Monat ergeben sich in der Praxis für einen Haushalt mit zwei bis vier Personen aufgrund der Preisanpassungen. Einstimmig entschied der Gemeinderat, der Gebührenkalkulation wie besprochen zuzustimmen.

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