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Obernheim Am Ende ist "Alles bestens geregelt"

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Auf dem Hof von Bäuerin Rosi läuft alles drunter und drüber. Am Ende ist aber doch "Alles bestens geregelt". Foto: Hoffmann Foto: Schwarzwälder Bote

Volles Haus gab es an beiden Vorstellungen des schwäbischen Lustspiels "Alles bestens geregelt", das die Theatergruppe des TSV Obernheim an zwei Wochenenden auf die Bühne der Festhalle gebracht hat.

Obernheim. Für die Laienschauspieler der TSV-Theatergruppe sei es wie eine Droge, in der vollen Halle zu spielen, sagte der TSV-Vorsitzende Wolfgang Alber und begrüßte viele Gäste, darunter auch viele aus den Nachbargemeinden.

Diese wiederum fühlten sich super unterhalten mit dem Schwank in drei Akten: "Alles bestens geregelt" von Bernd Gombold. Das Stück, das der Bürgermeister aus Inzigkofen geschrieben, hat, der sich bei der Premiere selbst ein Bild über die Spielkünste der Obernheimer machte, war voll und ganz in schwäbischer Sprache geschrieben. Als Szenerie diente ein – fiktiver – Obernheimer Bauernhof. Die Obernheimer zählen zu Gombolds treuesten Fans: Zum fünften Mal – seit 2011 im Zweijahresrhythmus – bringt die Theatergruppe des TSV seine Stücke auf die Bühne.

Als erstes fiel den Zuschauern das prächtige Bühnenbild ins Auge. Die Schauspieler gaben von der ersten Szene an Vollgas: Derbe Sprüche schienen beim Publikum besonders gut anzukommen.

Die Geschichte: Jungbäuerin Rosi (Carmen Steger) bewirtschaftet nach dem Tod ihres Mannes den Bauernhof alleine. Mit der Modernisierung des Hofs möchte sie Feriengäste anlocken, was ihrem Schwiegervater Opa Anton (Hans Moser) – ein gerissenes Schlitzohr – gar nicht schmeckt. Unterstützung erfährt Rosi lediglich durch ihre Mutter Klara (Christa Henne), die Opa Anton allerdings durch ihren Putzfimmel das Leben schwer macht.

"Liebe vergeht, Hektar besteht"

Immer wieder taucht die geizige Nachbarin Brunhilde (Sabine Mayer) auf. Neben den übrigen Weckle und dem dreckigen Badewasser holt sie sich auch die Zeitschrift "Herz-Schmerz" von Rosi.

Eben dieser Zeitschrift – insbesondere die Kolumne von Britta von Schwallbach mit Liebestipps – haben es auch Postbotin Lisa angetan. Sie hofft, mit Hilfe dieser Tipps den "Richtigen" zu finden.

Und genau in dieser Zeitschrift hat Rosi eine Kontaktanzeige aufgegeben: "Liebe vergeht, Hektar besteht". Allerdings entspricht der altledige und stotternde Heiratskandidat Gustav Glitzer (Bernd Albinger) der mit seinem Mofa auftaucht, so überhaupt nicht ihren Vorstellungen.

Auch Chemiker Reinhard Kümmerlich (Martin Moser) hat sich dank des Schnittmusters, das er versehentlich für eine Wanderkarte gehalten hat, auf den Hof verlaufen. Bäuerin Rosi hält ihn versehentlich für den sehnlichst erwarteten Tierarzt –­ so musste dieser halt beim Kalben helfen. Doch der ist dafür so gar nicht zu gebrauchen – schließlich versucht er gar einen Bullen zu melken.

Schriftsteller sorgt für Wirbel auf dem Hof

Der erste Feriengast, ein Schriftsteller, möchte inkognito bleiben. Doch Rosi findet heraus, dass es sich um Hajo Hassmann (Patrick Weckenmann) handelt, einen überzeugten Single und Autor von frauenfeindlichen Büchern. Und irgendwie hat Hajo Hassmann auch etwas mit der Zeitschrift Herz-Schmerz zu tun, kennt er doch alle Ratschläge dieser Britta von Schwallbach.

Als dann auch noch die heimliche Partnerin des geldgierigen Schriftstellers Hassmich, die aufgetakelte Sonja, (Andrea Moser) ins Geschehen tritt, muss Opa Anton, der es faustdick hinter den Ohren hat und alle Tricksereien durchschaut, die Wogen glätten. Am Ende ist dank seines Scharfsinns eben "Alles bestens geregelt".

Von Anfang bis Ende war das Theaterstück kurzweilig. Obwohl die Akteure des TSV Obernheim Laienschauspieler sind, legten sie eine hervorragende Rhetorik und Mimik an den Tag. Als Souffleuse im Hintergrund agierten Ellen Moser; für die Technik zeichneten sich Alex Russig und Kevin Lander verantwortlich.

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