Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Oberndorferin gibt Tipps So gelingt Anfängern der Yoga-Einstieg

Von
Melanie Berger findet mit Yoga innere Ruhe. Foto: StudioN – stock.adobe.com, Cools / Montage: Kleinau

Es ist etwas, das man in der schnelllebigen Welt und besonders in der Coronazeit häufig zu vermissen scheint: die innere Ruhe. Die Oberndorferin Melanie Berger hat ihre in Yoga gefunden. Mit ein paar einfachen Übungen gelingt auch für Anfänger der Einstieg. Wie, das steht in unserem (SB+)Artikel.

Oberndorf - "Die hängen doch nur die ganze Zeit faul auf der Matte rum" – Vorurteile wie diese kennt Melanie Berger gut. "Meine Yogis würden da vehement widersprechen", sagt sie grinsend.

Die 37-Jährige hat Yoga 2007 für sich entdeckt. Dabei wollte sie eigentlich Pilates anfangen – schließlich lag das voll im Trend – und hatte auch schon einen Kurs in Aussicht. Als dieser jedoch abgesagt wurde, musste schleunigst eine Alternative her, und Berger stieß auf Yoga. "Ich dachte, das wird mir bestimmt zu langweilig", erzählt sie. Aber das Gegenteil war der Fall.

Berger begann die Sportart zu lieben und sich immer weiter einzuarbeiten, ehe sie 2011 sogar eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin machte und seitdem dieser Tätigkeit nebenberuflich nachgeht.

Was genau ihr an Yoga gefällt? "Einfach alles", sagt sie lachend. "Ich bin der Typ Powerfrau und alles andere als phlegmatisch. Umso mehr habe ich mit Yoga zu einer inneren Ruhe gefunden", erklärt sie. Die Bewegungen sind langsam, der Sport nicht mit Joggen oder anderen Fitnessaktivitäten zu vergleichen. "Es berührt auf einer tieferen Ebene und macht ausgeglichener. Der Effekt auf den Menschen ist nachhaltiger", findet die Oberndorferin, die in Oberaichhof ihre Heimat gefunden hat und die Stille genießt.

Kein "Computer-Hocker"

Ein Vorteil der Sportart sei auch, dass man völlig andere Bewegungen als im Alltag mache. Das beste Beispiel ist der zusammengesunkene "Computer-Hocker", der den Rücken beugt, den Kopf sinken lässt und die Schultern nach vorne zieht, den Blick auf den Computer oder das Handy gerichtet. Auch Berger hatte sich im Bürojob dabei ertappt. Dem entgegen wirken so genannte "Rückwärtsbeugen", bei denen man den Brustkorb öffne und die Wirbelsäule strecke. "Da entdeckt man ganz neue Muskelgruppen", sagt Berger.

Generell werde der Körper beim Yoga zum Instrument zur Übungsausführung. Man sei nicht mehr bei sich, sondern empfänglicher für äußere Eindrücke.

Die Umgebung bewusster wahrnehmen, in Beziehung treten mit der Außenwelt und sich dadurch besser selbst wahrnehmen, beeinflusst werden und beeinflussen – das klingt nach einer halben Therapie. Tatsächlich sei das eine wichtige Komponente bei Yoga, erklärt Melanie Berger.

Im Einklang sein

Es gehe nicht nur darum Spannkraft zu entwickeln und die bei den meisten Menschen verkümmerten Muskeln um die Schulterblätter herum zu aktivieren, sondern auch darum, eine "natürliche Ordnung zwischen dem Inneren und der Außenwelt" herzustellen, im Einklang zu sein und gleichzeitig die Nerven zu beruhigen.

Spürbar sei diese Ruhe insbesondere nachts, meint die Oberndorferin. "Bei der bewussten Tätigkeit mit dem Körper setzt man sich auch mit den Empfindungen auseinander und verarbeitet diese. So kann man das Gedankenkino beim Schlafengehen stoppen", erklärt sie. Das kann auch mit düsteren Gedanken während der Coronakrise funktionieren. Es gehe um Ausgeglichenheit und das Freimachen von Ängsten.

Als Einstieg in die Yoga-Materie eigne sich beispielsweise eine Übung, bei der die Arme über die Seite nach oben gehoben werden und man versucht, die Wirbelsäule nach oben "sprießen" zu lassen, wie Melanie Berger erklärt. "Aufgerichtet zu sein, macht einen auch wacher und präsenter." Wichtig sei bei allen Übungen, die Schultern nicht nach oben zu ziehen und in eine Verkrampfung zu geraten. "Die müssen immer locker bleiben."

Als zweite Übung zeigt Berger das "Andreaskreuz", eine Gleichgewichtsstellung. Dabei haben die Beine etwa einen Meter Abstand und die nach oben gestreckten Arme und Hände ebenfalls. Schließlich geht man auf die Zehenspitzen und dreht die Handflächen nach innen, so dass der Brustkorb geöffnet wird.

Von Baum bis Heiterkeit

Noch ein wenig anspruchsvoller wird es mit dem "Baum". Dabei wird ein Bein angezogen und der Fuß in die Leiste gelegt. Wer nicht ganz so biegsam ist, der legt ihn auf Kniehöhe an das andere Bein oder nur an den Knöchel. Der Blick geht nach vorne und fokussiert einen Punkt. "Wenn man anfängt, mit dem Gleichgewicht zu kämpfen, ist es schon zu spät", sagt Berger lachend. Schließlich werden die Hände vor der Brust zusammengeführt.

Anspruchsvoller ist auch die "Zehenspitzenstellung", bei der man in die Hocke geht, die Füße und Oberschenkel schließt, so gut es geht, und die Oberschenkel parallel zum Boden hält, so dass Oberkörper und Beine einen 90-Grad-Winkel bilden. Dann werden die Arme seitlich über den Kopf und in der Mitte zusammengeführt.

Abschließend zeigt Melanie Berger eine Übung für Heiterkeit. Dabei werden alle Glieder nach oben gestreckt, so dass der Körper ein "V" bildet. Dabei gehe es darum, sich von körperlichem Gebärden, etwa dem Zittern vor Anstrengung, freizumachen und die Position "einfach zu halten", wie Berger sagt. Die Arme und Beine müssen weit ausgestreckt werden.

Generell empfiehlt Berger, die Positionen 30 Sekunden bis etwa eine Minute lang zu halten. Wem das zu schnell ging oder noch Dinge unklar sind, der kann einen Blick auf Bergers Internetseite werfen. Dort lädt sie auch Erklärungen hoch.

Artikel bewerten
0
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.