Während der Gebäudebrand die Einsatzkräfte immer noch in Atem hält, sorgen sich die Bewohner um ihre Zukunft. Wie wird es weitergehen? Und wie bewertet der Bürgermeister den Einsatzverlauf?
Durch den verheerenden Brand in der Sulzbachstraße stehen einige Oberndorfer nun ohne Dach über dem Kopf da. Wie soll es langfristig für sie weitergehen?
Immerhin müssen sie nicht unter freiem Himmel schlafen. Die vorläufige Unterbringung in Not geratener Menschen ist geregelt.
Unkomplizierte Lösung
In Oberndorf hat die Stadt die Bewohner des vom Brand zerstörten Mehrfamilienhauses kurzfristig im Hotel Zum Wasserfall unterbracht, erklärt Bürgermeister Matthias Winter auf Nachfrage. „Ich danke der Inhaberfamilie, dass dies so unkompliziert zu späterer Stunde möglich war.“
Die Stadt mache denjenigen Menschen, die nicht anderweitig unterkommen könnten, auch ein Angebot für eine dauerhafte Wohnung, teilt er mit. „Hierzu sind wir mit den Betroffenen im Gespräch.“
Wer trägt die Kosten?
Die Kosten für die vorläufige Unterbringung trage zunächst die Stadt und werde dies dann zu einem späteren Zeitpunkt mit der für die Regulierung des Schadens zuständigen Versicherung abrechnen, kündigt Winter an.
Der Bürgermeister hat sich auch selbst vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und stellt fest: „Unsere Feuerwehr hatte die Situation jederzeit vollständig unter Kontrolle. Ein Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude konnte trotz enger Bebauung verhindert werden. Unser hoher Standard bei Ausbildung und Ausrüstung hat sich einmal mehr ausgezahlt.“
Erst Brand in Boll, dann in der Talstadt
Viel Zeit zum Verschnaufen hatte die Oberndorfer Feuerwehr in letzter Zeit nicht: Binnen weniger Wochen gab es gleich zwei große Gebäudebrände mit jeweils mehrtägigen Einsätzen zu bewältigen – eine große Herausforderung.
Und nicht nur das: Die Einsatzdichte drückt sich auch in der im vergangenen Jahr gestiegenen Zahl der Einsatzstunden aus, sagt Winter.
„Aber: Unsere Feuerwehr ist leistungsfähig, wir haben einen hohen Standard an Ausrüstung, die Kameraden sind bestens ausgebildet und hochmotiviert. Somit kann auch eine solche Serie größerer Einsätze gut bewältigt werden.“
Sein Dank gelte dem Stadtbrandmeister, den Feuerwehrkräften aus Oberndorf und den anderen Kommunen, die in der Wehr freiwillig ihren Dienst tun, für ihr außerordentliches Engagement, dem DRK, der Polizei und den Kollegen des städtischen Werkhofs und der Wasserversorgung.
Einsatzkräfte mit Essen versorgt
Besonders hebt der Bürgermeister das Engagement des benachbarten „Asia-Restaurant Dynastie“ hervor. Die Betreiber hätten weit nach Feierabend das Restaurant wieder geöffnet und Essen für die Einsatzkräfte zubereitet. Das sei nicht selbstverständlich.