Ruben Müller (am Ball) lief beim Gastspiel in Braunschweig von Beginn an für den SC Paderborn auf. Am Sonntag startet das Team um den Oberndorfer in die Rückrunde. Foto: SC Paderborn 07

Am Sonntag greift der SC Paderbon mit dem Oberndorfer Ruben Müller in der 2. Bundesliga wieder ins Geschehen ein. Im Vorfeld haben wir mit dem 20-Jährigen gesprochen.

„Träumen ist erlaubt. Wir sind oben dran und wollen dort auch bleiben“, hatte Paderborns Sportchef Sebastian Lange jüngst in einem Interview mit dem „Westfalen-Blatt“ zu Protokoll gegeben. Insofern passt die Aussage von Ruben Müller im Gespräch mit unserer Redaktion gut ins Bild.

 

Der Oberndorfer, der im Sommer zum SCP in die 2. Bundesliga gewechselt war, erklärte: „Wir als Mannschaft wollen schon gerne aufsteigen. Wenn wir so weitermachen wie in der Vorrunde, ist das auch möglich.“ 33 Punkte haben die Ostwestfalen in den ersten 17 Partien erspielt, und sind damit punktgleich mit dem Dritten (SV Darmstadt) und nur einen Zähler hinter dem 2. Rang (SV Elversberg).

Es geht zu Holstein Kiel

Zwei Mal hat der Club bereits in der Bundesliga gespielt, ob Müller und seinen Kollegen dieses Kunststück erneut gelingt, werden die kommenden Monate zeigen. Die erste Bewährungsprobe führt das Team am Sonntag (13.30 Uhr) in den hohen Norden, es geht zu Holstein Kiel. „Sie hatten nicht so eine Hinrunde wie gewollt, werden aber alles dafür geben, weiter nach oben zu kommen“, rechnet Müller mit viel Gegenwehr des Bundesliga-Absteigers.

Der 20-Jährige blickt auf sein erstes Halbjahr in der 2. Bundesliga zurück, zuvor war er für den SC Freiburg II in der Regionalliga Südwest aktiv. Müller kam sieben Mal zum Einsatz, bereitete in diesen immerhin zwei Tore vor. Er sagt: „Die Verletzung zu Saisonbeginn war natürlich ärgerlich. Ich hatte dann ein paar gute Spiele und versuche mich einfach darauf zu konzentrieren. Ich denke, dann komme ich auch auf meine Spielminuten.“

Starke Konkurrenz

Der 1,79 Meter große Müller kann im System von Coach Ralf Kettemann als „Schienenspieler“ sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Seite spielen. Die Konkurrenz mit Kapitän Raphael Obermair und dem Ex-Balinger Laurin Curda ist aber stark. Trotzdem merkt Müller an: „Erstmal kann ich von den beiden sicherlich viel lernen. Ich verstehe mich auch mit beiden sehr gut, sogar mit am besten innerhalb des Teams.“

Dies muss schon etwas heißen, denn der Oberndorfer, der früher auch für den SV Zimmern seine Fußballschuhe schnürte, schwärmt: „Ich hatte noch nie so ein Team, wie es bei uns der Fall ist. Jeder gönnt jedem alles.“ Die Geschlossenheit ist sicherlich auch von außen betrachtet eines der Paderborner Erfolgsgeheimnisse, „Stars“ gibt es keine, stattdessen eine klare und mutige Spielidee. „Ralf Kettemann ist ein Top-Trainer, er gibt uns Spielern sehr viel Input“, erläutert Müller.

Erfolgreiches Trainingslager

Der gesamte SCP-Tross war zuletzt im türkischen Belek im Trainingslager. Unter optimalen Bedingungen habe man sehr intensiv trainiert, der Spaß sei aber nicht zu kurz gekommen. „Eine Vorbereitung ist einfach hart, aber das gehört dazu. Man muss über den Punkt drüber kommen, wo es weh tut“, so Müller. Und weiter: „Harte Arbeit zahlt sich aus. Es erfüllt mich, wenn man auf dem Platz der Mannschaft dann helfen kann.“

Vielleicht ist das am Sonntag in Kiel schon wieder der Fall. Spaß an den Auswärtsspielen hat der 20-Jährige in jedem Fall: „Es hat auch einen Reiz, wenn das ganze Stadion gegen dich ist. Die vielen Fans sind sicher ein Hauptunterschied zur Regionalliga. Dann ist das Spiel natürlich schneller und die Gegenspieler noch schlauer.“ Man darf auf die Rückrunde von Müller und dem SC Paderborn in jedem Fall gespannt sein.