Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Oberndorfer Bäckerei Zahlreiche Brötchen bleiben in Corona-Zeiten übrig

Von
An einem Tag wird zu viel gekauft, am nächsten bleiben die guten Gebäckstücke übrig. Foto: Stemke

Besonders in der Corona-Zeit fällt es den Bäckereien schwer, die Menge an Backwaren zu kalkulieren. Die Folge: Jede Menge bleibt übrig. Was damit geschieht und was sich die Bäckerei Stemke noch beschäftigt, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Oberndorf - "Körbe voll mit leckeren Backwaren, alles übrig...", klagt die Bäckerei Stemke auf ihrer Facebook-Seite. Es tue weh, Lebensmittel wegwerfen zu müssen, nur weil gerade schlechter geplant werden könne.

Aufgrund von Corona haben die Menschen offenbar nicht nur das Hamstern von Toilettenpapier oder Konserven begonnen, nein, sie machen auch vor Bäckereien nicht Halt. An einem Tag würde gekauft wie blöde, beschreibt es die Bäckerei, am nächsten Tag gingen die Backwaren nicht so schnell weg. Die Bäckerei Stemke unterstützt mit dem übrig Gebliebenen die Tafel und die Foodsharing-Initiative.

"Alle wollen essen, aber keiner will arbeiten"

Aus altem Brot würden derweil Knödelbrot, Semmelbrösel oder Tierfutter gemacht und an Kunden verkauft. Zudem können diese auch Gebäck vom Vortag erwerben, das entsprechend gekennzeichnet und günstiger ist.

Der Schwarzwälder Bote hat mit Jenny Stemke, dem "Mädchen für alles" in der Familienbäckerei, gesprochen und erfahren, was hinter ihrem Facebook-Post steckt. "Man muss die Menschen mal wachrütteln", meint Stemke. Viele Kunden hätten einfach kein Verständnis. "Alle wollen essen, aber keiner will arbeiten", klagt sie über die Situation. Bäckereien, wie auch Gastronomiebetriebe, seien unterbesetzt und suchten ständig nach Mitarbeitern.

Immerhin habe die Krise einigen die Augen geöffnet, so dass weniger Sonderwünsche kämen. Vor ein paar Jahren hatte es einen "Dinkelhype" gegeben. Den Dinkel zu verarbeiten, sei aber viel aufwendiger.

Mancher Facebook-Nutzer weiß um die Probleme der Kalkulation. So schreibt eine: "Ich denke aber, das liegt gar nicht so am Hamstern, sondern daran, dass der Kunde heute bis fünf Minuten vor Ladenschluss das komplette Programm beziehungsweise die volle Auswahl erwartet".

"Sollten wir Menschen uns mal an die eigene Nase fassen. Schuld sind nur wir selbst", schreibt eine andere. Wieder eine andere Bürgerin, die den Post kommentiert, lobt die Bäckerei für das Augenöffnen: "Find ich toll von euch, auch das mal bildlich den Menschen vor Augen zu halten und klar zu machen".

Zu viel produziert

In der Traditionsbäckerei werde generell selten zu wenig produziert, eher zu viel, sagt Stemke. Manch andere Bäckerei importiere Teiglinge aus dem Ausland oder heize mit Trockenbrot vom Vortag die Backöfen. "Wir machen alles selber und haben dafür auch faire Preise. Am Essen sollte nicht gespart werden", ist die Meinung von Jenny Stemke. Gebäckqualität und Nachhaltigkeit seien wichtige Themen für die Bäckerei.

Für 2021 soll die Backstube auch deshalb vergrößert werden. Parallel wird auf erneuerbare Energien umgestellt. Das 50-jährige Bestehen der Familienbäckerei konnte 2020 Corona-bedingt nicht wie geplant in der Backstube auf dem Lindenhof gefeiert werden. Dennoch habe die Stammkundschaft in der Pandemie der Bäckerei den Rücken gestärkt, so dass trotz Einbußen am 4. Januar die Filiale in Bochingen eröffnet werden konnte. Sie teilt ihre Räumlichkeiten dort mit der Metzgerei. Am Montag hat die Filiale am Talplatz in Oberndorf eröffnet.

Was in diesem Jahr auch fehlen wird, ist die Fasnets-Produktion. Schließlich werden bei Stemke immer die Brezeln für die Oberndorfer Narren gebacken - rund 10.000 sind es, die stets am Fasnetssamstag hergestellt werden. Zu kaufen gibt es sie aber auch dieses Jahr.

Artikel bewerten
3
loading

Top 5

1

Kommentar

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Premium-Artikel lesen und Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren richtigen Namen (Vor- und Nachname), Ihre Adresse und eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.

Mehr Informationen erhalten Sie unter diesem Link.

Ihr Passwort können Sie frei wählen. Der Benutzername ist Ihre E-Mail-Adresse.

Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

loading