Fünf frei stehende Gebäude und zwei Doppelhäuser sind im neuen Wohngebiet vorgesehen. Foto: Stadtverwaltung

Stadt geht bei der Vermarktung der Modellsiedlung "Stuttgarter Straße" völlig neue Wege.

Oberndorf-Aistaig - Individuelles Wohnen bei geringem Landschaftsverbrauch auf bezahlbarer Fläche - auf diesen Eckpfeiler gründet die Modellsiedlung an der Stuttgarter Straße in Aistaig.

Das neueste Baugebiet der Stadt umfasst neun Grundstücke mit Flächen zwischen 270 und 520 Quadratmetern. »Die Bebauung kann sofort starten«, erläutert Stadtbaumeister Hans-Joachim Thiemann. Die Stadtverwaltung ist perfekt vorbereitet und beginnt derzeit mit dem Verkauf der Bauplätze. Um diese Modellsiedlung der Bevölkerung, Bauinteressierten, Bauträgern und Investoren detailliert vorstellen zu können, findet am Donnerstag, 19. Juli, 16 Uhr, ein sogenannter Werkstatttag im evangelischen Gemeindehaus in Aistaig statt (keine Anmeldung erforderlich). Die Stadt hat hierzu mögliche Investoren im Vorfeld angeschrieben und auch zu dieser Info-Veranstaltung eingeladen.

Das hat es in Oberndorf noch nicht gegeben

Den Besucher erwarten Kurzvorträge zum Konzept der Stadtentwicklung, zum Projekt selbst und zum Thema energieeffizientes Bauen. Es sind verschiedene Referenten zu hören. Auch eine Begehung des Baugebiets »Stuttgarter Straße« steht auf dem Programm.

Darüber hinaus haben die Interessenten die Gelegenheit vor der Aufstellung eines Bebauungsplans die Vorstellungen zum Baugebiet mit der Stadtverwaltung zu diskutieren – ein Vorgehen, das es so noch nicht in Oberndorf gegeben hat.

»Unser Ziel ist unter Berücksichtigung der individuellen Ansprüche und Wünsche das vorliegende Bebauungskonzept umzusetzen und tatkräftig zu fördern«, so die Stadtplaner. Nur die grundsätzliche Form der Häuser stehe fest, Farbe, Fassadengestaltung, Materialien, ja selbst die Dachform sei verhandelbar, so Thiemann.

Die Planung und die Grundprinzipien der zukünftigen Bebauung wurden durch einen städtebaulichen Wettbewerb, mit Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen des Modellprojekts MELAP (Modellprojekt Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung des innerörtlichen Potenzial) festgelegt.

Durch eine aufeinander abgestimmte Planung können die kompakten Häuser so angeordnet werden, dass auch auf kleineren Grundstücken viel Platz zur individuellen Gestaltung und geschützte Freiräume entstehen. Vorgesehen sind zwei Doppelhäuser und fünf frei stehende Gebäude. Bis zu drei Geschosse sind »stapelbar«. Die Gebäude gliedern sich in ein Haupt- und ein Nebenhaus. Je nach Größe des Hauses besteht so die Möglichkeit zur Kombination von Wohnen und Arbeiten oder auch zur Trennung in zwei oder drei Wohneinheiten für erwachsene Kinder oder Großeltern.

Ein mit japanischer Zierkirsche bepflanzter Quartiersplatz bildet die Mitte des Wohngebiets und bietet viel Raum für die Nachbarschaft – als Treffpunkt der Generationen und Spielfläche für Kinder.
Übrigens: Der Bauplatzpreis liegt bei 130 Euro pro Quadratmeter, Fördermittel können über die Stadt beantragt werden. Es seien, so Hans-Joachim Thiemann, bis zu 20.000 Euro möglich.