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Oberndorf Spekulation um heimliche Übernahme: Heckler & Koch-Chef meldet sich zu Wort

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Kommt nicht aus den Schlagzeilen: Der Oberndorfer Waffenhersteller Heckler & Koch. (Symbolbild) Foto: dpa

Oberndorf - Die Frage beschäftigt nicht nur Ex-Geschäftsführer Nicola Marinelli, sondern unter anderem auch die Bundesregierung: Wem gehört der führende deutsche Waffenhersteller Heckler&Koch (HK), der für die Bundeswehr das Sturmgewehr G36 liefert? Berichten zufolge galt Mehrheitsaktionär Andreas Heeschen als unauffindbar. Jetzt versucht Heeschen, der 2002 bei HK eingestiegen ist, Spekulationen über eine heimliche Machtübernahme durch einen französischen Investor einzudämmen.

Heeschen: "Ich bin Mehrheitsgesellschafter"

In einer "Klarstellung", die unserer Zeitung vorliegt, behauptet Heeschen, dass er nach wie vor Mehrheitsaktionär des Waffenherstellers aus Oberndorf ist und es zu keinem Zeitpunkt einen Wechsel gegeben habe. "Ich bin Mehrheitsgesellschafter der H & K AG und übe sämtliche Stimmrechte aus meinen Aktien seit Gründung der AG aus", heißt es in der Mitteilung wörtlich. Anlass für die Äußerung ist ein Verfahren vor dem Landgericht Rottweil. Dort versucht Ex-Geschäftsführer Nicola Marinelli per Klage zu beweisen, dass es bei HK zu einem Eigentümerwechsel kam und nun der französische Investor Nicolas Walewski das Zepter bei HK führe. Für Marinelli persönlich ist diese Frage entscheidend. Er hat nämlich eine sogenannte Change-of-Control-Klausel in seinem Arbeitsvertrag und fordert angeblich 0,5 Mio. Euro Entschädigung für sein Ausscheiden.

Das Gericht will den 58-jährigen Heeschen als Zeugen laden, um Klarheit zu bekommen. Aber der Justiz gelang es laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" nicht, dem Unternehmer eine Ladung zukommen zu lassen. Heeschen wehrt sich gegen eine Darstellung, er sei unauffindbar: "Ich habe einen festen Wohnsitz in Großbritannien und bin dort nachweislich erreichbar. Ich entziehe mich weder der postalischen Zustellung noch einer offiziellen Ladung als Zeuge vor dem Landgericht Rottweil", erklärt er. Eine Ladung wäre auch über die H&K-Unternehmensadresse möglich, was vom Landgericht aber nicht genutzt worden sei.

Öffentliche Auftritte auch außerhalb des Unternehmens

Heeschen geht in seiner "Klarstellung" auch darauf ein, dass ihm immer wieder vorgeworfen werde, dass er öffentlichkeitsscheu sei. Das stimme nicht. Er habe diversen Medien Interviews gegeben und sei bei HK-Betriebsversammlungen und -Firmenfeiern gewesen. Zuletzt sei dies im Juli der Fall gewesen, als er der Belegschaft den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, General a.D. Harald Kujat, persönlich vorgestellt habe. Tatsächlich aber ist Heeschen außerhalb des Unternehmens öffentlich selten aufgetreten. Bei der jüngsten HK-Hauptversammlung ließ er zum Beispiel seine Stimmen von einem Anwalt vertreten.

Die Frage, wer bei HK tatsächlich das Sagen hat, ist auch für die Bundesregierung von Belang. Nach dem Außenwirtschaftsgesetz kann nämlich geprüft werden, ob bei einem Einstieg eines Ausländers bei einem deutschen Rüstungsunternehmen Sicherheitsinteressen verletzt werden. Die Oberndorfer gelten als Top-Favorit bei der Ausschreibung für ein neues Bundeswehr-Sturmgewehr.

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