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Oberndorf/Rottweil Heckler & Koch: Turbulenzen zu erwarten

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Es wird wohl keine einvernehmliche Aktionärsversammlung beim Oberndorfer Waffenhersteller Heckler & Koch am Freitag in Rottweil. Foto: Weissbrod

Oberndorf/Rottweil - Wenn am kommenden Freitag die Aktionärsversammlung des Oberndorfer Waffenhersteller Heckler & Koch im "Badhaus" in Rottweil stattfindet, werden auch Mitglieder der Friedensbewegung, die im Besitz von Inhaberaktien der Firma sind, teilnehmen. Die "Kritischen Aktionäre" haben bereits verschiedene Anträge formuliert.

Kurz zusammengefasst fordern sie Transparenz, Rüstungsexportstopp in "menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten" sowie die Gründung eines "H&K-Opferfonds". Letzteren hatten sie sich bereits bei der Versammlung im vergangenen Jahr ausbedungen. Der damalige H&K-Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende Norbert Scheuch hatte sich diesem Ansinnen gegenüber offen gezeigt. Er war im August 2017 jedoch entlassen worden.

Vorstand und Aufsichtsrat der H&K AG hingegen wollen am Freitag die Satzung neu fassen. So soll der Vorsitzende künftig unter anderem das Recht haben, das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich zu beschränken, wenn bestimmte Maßgaben erfüllt seien, so dass die Hauptversammlung insgesamt nicht länger als sechs Stunden ­dauere.

Die "Kritischen Aktionäre Heckler & Koch" wollen einen Gegenantrag zur Aktionärshauptversammlung stellen. Darin fordern sie, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten. Desaströs sei die Finanzpolitik, was dazu geführt habe, dass die Ratingagentur "Moody’s" H&K herabgestuft habe. Menschenverachtend sei die Geschäftspolitik. Die Versprechungen des H&K-Vorstandes, wonach fortan Kriegswaffen ausschließlich in "grüne Länder" – also NATO-Staaten, NATO-assoziierte Staaten und EU-Staaten – exportiert würden, stünden im krassem Widerspruch zu den 2017 erfolgten Kriegswaffenlieferungen in "gelbe" oder "rote" Länder, begründen sie ihren Antrag.

Ihre Redaktion vor Ort Oberndorf

Marcella Danner

Fax: 07423 78-373

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