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Oberndorf Keine einvernehmliche Lösung

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Oberndorf - Der Gütetermin vorm Arbeitsgericht in Villingen-Schwenningen zwischen dem ehemaligen Stadtbaumeister Hans-Joachim Thiemann und der Stadt brachte Montag keine einvernehmliche Lösung.

Richter Schmitt schlug den Parteien vor, die fristlose Kündigung in eine ordentliche Kündigung umzuwandeln und Thiemann eine Abfindung in Höhe von 0,25  seines Jahresgehalts zuzusprechen. Dies lehnte Thiemann ab. Ihm ist weiterhin an einer Wiedereinstellung gelegen. "Der Prozentsatz entspricht der Hälfte der üblichen Faustformel", erläuterte Rechtsanwalt Olaf Schick von der Anwaltskanzlei Hirt und Teufel, die Thiemann vertritt. Für die fristlose Kündigung liegen, laut Stadt, zwei Gründe vor. Zum einen Untreue und zum anderen Beleidigung des Bürgermeisters. Aller Voraussicht nach sei der erste Grund vom Tisch, so Schick. 

Übrig bleibt die Beleidigung, die Thiemann in der Gemeinderatssitzung im September formuliert haben soll. Es gebe drei städtische Mitarbeiter, die dies bestätigen könnten. Im weiteren Verfahren muss nun geklärt werden, ob es sich um eine vorsätzliche Respektlosigkeit oder ein "unbewusstes Augenblickversagen" von Thiemann handelte. Der Kammertermin, bei dem es dann unter anderem um die Beweisaufnahme geht, ist auf Donnerstag, 3. April, 16 Uhr festgesetzt.Vonseiten der Stadt waren neben Bürgermeister Acker Hauptsamtsleiter Hermann Leopold, Kämmerer Rainer Weber und Christina Kopf (Personalamt) anwesend. Die Stadt wurde durch Rechtsanwältin Beatrice Hesselbach von der Kanzlei Haischer & Partner vertreten. "Wir haben gehofft, eine einvernehmliche Lösung hinzubekommen", sagte Rainer Weber gegenüber unserer Zeitung. Inspiriert durch die Jahresabschlussrede von Stadtrat Rinker am vergangenen Freitag im Zuge des Oberndorfer Bürgertreffs, teilte Thiemann vor Prozessbeginn mit: "Dieter Rinker sprach in seiner Rede zum Thema Wahrheit und Wirklichkeit. Auf meinen Fall begzogen habe ich seine Worte wie folgt angewandt: Die Wahrheit hat das Landratsamt und die Staatsanwaltschaft Rottweil ermittelt. Die Wirklichkeit der Stadt Oberndorf ist eine andere. Die Wirklichkeit ist, ich wurde außerordentlich fristlos gekündigt. Ich wünsche mir, dass der Prozess Wahrheit und Wirklichkeit wieder näher zusammenführt."

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