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Oberndorf H&K: Wichtiger Zeuge nicht aufzufinden

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Kommt nicht aus den Schlagzeilen: Die Oberndorfer Waffenschmiede Heckler & Koch. Foto: dpa

Oberndorf  - Eigentlich hätte am Freitag die Verhandlung vorm Rottweiler Landgericht stattfinden sollen: Nicola Marinelli, ehemals Geschäftsführer beim Waffenhersteller Heckler & Koch (HK) aus Oberndorf, klagt auf Auskunft. Er war Ende 2015 entlassen worden und will nun 0,5 Mio. Euro als Abfindung haben. Grund: eine Klausel in seinem Arbeitsvertrag, der zufolge er bei Rauswurf wegen eines "Change of Control" Geld bekommt – wenn er also wegen eines Besitzerwechsels gehen muss.

Genau das sei der Fall gewesen, sagte Marinelli laut dpa im April dieses Jahres. Noch bei der Weihnachtsfeier von HK 2015 sei er vom Hauptaktionär Andreas Heeschen über den grünen Klee gelobt und als neuer starker Mann in der Firma vorgestellt worden. "Und nur wenige Tage später war ich meinen Job los", sagte Marinelli.

Nicht sein Förderer Heeschen habe mehr das Sagen in der Firma gehabt, sondern ein neuer Investor namens Nicolas Walewski, ein Nachfahre von Napoleon. Walewski habe ihn loswerden und stattdessen Ex-ATU-Chef Norbert Scheuch ans Steuer bringen wollen – obwohl Heeschen diesen gar nicht gewollt habe.

Kontrollwechsel bei Unternehmen muss Bundeswirtschaftsministerium gemeldet werden

Würde Marinelli in dem Verfahren die erwünschte Auskunft erhalten, dass es einen Besitzerwechsel gab, stünde ihm die Abfindung sehr wahrscheinlich zu. Ein Kontrollwechsel bei einer Rüstungsfirma muss dem Bundeswirtschaftsministerium gemeldet werden.

Von Heeschen habe Marinelli keine gerichtlich verwertbare Adresse bekommen, um ihn laden zu lassen. Im Aktienregister habe Heeschen eine Schweizer Anschrift hinterlegt, da seien Briefe vom Gericht aber als unzustellbar zurückgekommen.

Dies dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass das Verfahren vorm Rottweiler Landgericht verschoben wird. Neuer Termin ist Dienstag, 16. Oktober, 13.30 Uhr.

Marinellis Nachfolger Scheuch bei HK war dann im August 2017 gefeuert worden. Er hatte auf Wiedereinstellung geklagt – man einigte sich außergerichtlich.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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