Das Gesundheitsamt rät zur Masernimpfung (Symbolbild). Foto: dpa

Fälle in Baden-Württemberg steigen. Land beim Impfschutz auf letztem Platz. Gesundheitsamt warnt. Mit Video

Oberndorf - Fieber und Ausschläge sind die Folgen, im schlimmsten Fall können sie sogar zum Tod führen: In diesem Jahr sind vor allem in Baden-Württemberg deutlich mehr Menschen an Masern erkrankt als noch 2017. Das Landesgesundheitsamt hat in den vergangenen sechs Monaten bereits 81 Fälle registriert, in der ersten Hälfte des Vorjahres waren es nur 48. Besonders in Südbaden greift die Krankheit um sich.

Gerade jetzt zur Ferienzeit ist die Gefahr besonders hoch, denn: Laut Gesundheitsamt treten die Masern derzeit verstärkt in Süd- und Südosteuropa auf. Experten empfehlen daher, den Impfschutz zu überprüfen - insbesondere, wenn eine Reise bevorsteht. Häufig fehle die zweite und letzte Impfdosis, mit der man sicher gehe, immun zu sein, bestätigt das Robert-Koch-Institut.

Demnach sei eine Impfquote von 95 Prozent notwendig, um eine "Elimination der Masern zu erreichen". 2016 waren 92,9 Prozent der Schulanfänger in Deutschland ausreichend geimpft, Baden-Württemberg schneidet im Bundesvergleich mit 89,5 Prozent am schlechtesten ab.

Wir waren mit der Kamera in Oberndorf unterwegs und haben die Menschen gefragt, was sie von einer Impfpflicht halten: