Der Projektchor mit 130 Sängern, der Männerchor mit 45 Mitgliedern, der Kinderchor mit 45 kleinen Sängern, das Orchester mit 36 Musikern und die Begleitung am Flügel lassen die zwei Konzerte zu einem Erlebnis werden. Foto: Weber

Schwungvolle und immer exakte Darbietung. Neuapostolen laden zu "Festlichem Musizieren im Advent" ein.

Oberndorf - Auch in diesem Jahr waren alle Plätze in der Klosterkirche belegt, als die Neuapostolische Kirche Süddeutschland, Kirchenbezirk Dornhan, wieder ein "Festliches Musizieren im Advent", diesmal unter dem Motto "Gott ist die Liebe", veranstaltete.

Der Erlös dieser Konzerte – zweimal das selbe Programm am Samstag und Sonntag – kommt in diesem Jahr zu gleichen Teilen der Sozialstation Raum Oberndorf und dem Krankenpflegeförderverein Waldmössingen zugute.

Der Projektchor mit 130 Sängern, der Männerchor mit 45 Mitgliedern, der Kinderchor mit 45 kleinen Sängern, das Orchester mit 36 Musikern und die Begleitung am Flügel lassen jedes dieser Konzerte zu einem besonderen Erlebnis werden. Der gemischte Chor wird von Jan Glatthaar und Markus Paoli, der Männerchor von Siegfried Maier und Hermann Kipp, der Kinderchor von Jörg Weigold und Sandra Ostertag, das Orchester von Wilhelm Irion und Simon Schneider geleitet. Am Flügel begleiten Johannes Unger und Ralf Vetter.

Welch immense aber auch erfolgreiche Arbeit in die Vorbereitung dieses Konzertes investiert wurde, zeigt schon das erste Lied des Männerchores "Machet die Tore weit".

Im Weihnachtslieder-Potpourri zeigten Projekt-, Kinder- und Männerchor zusammen mit dem Orchester eine herrliche Klangfülle und hervorragende Zusammenarbeit. "Alle Jahre wieder", "Kling Glöckchen" und "Leise rieselt der Schnee" zauberten adventliche Stimmung in die Klosterkirche.

In seiner herzlichen Begrüßung sagte Bezirksältester Horst Schneider, die voll besetzte Klosterkirche sei immer wieder ein schöner Anblick.

Nun hatten die Kleinsten, begleitet vom Klavier, mit den Liedern "In der schönen Weihnachtszeit", "Die frohe Zeit kommt nun heran" und "Wie groß ist Gottes Liebe" ihren großen Auftritt.

Schon hier war die ausgezeichnete Schulung hörbar. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Ernst, doch nicht verkniffen, die Buben und Mädchen die Lieder vorgetragen haben. "Lob, Ehr und Dank" bot dem Projektchor die Gelegenheit, das Ergebnis harter Probenarbeit in einem höchst anspruchsvollen polyfonen Satz, hervorragend aufeinander abgestimmt, vorzustellen.

Schwungvoll und doch immer exakt brachte der Jugendchor mit Klavier "The virgin Mary had a baby boy".

Opernfreunde, die sich auf das "Intermezzo sinfonico" aus "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni gefreut hatten, wurden nicht enttäuscht. Mit großer Klangfülle und feiner Abstufung der Lautstärke wurde hier musiziert.

Der Projektchor hatte mit "Sei mir gnädig" und "Jauchzet dem Herrn" (hier mit Klavier) zwei herrliche vielstimmige Melodien, wobei in letzterer ein wahres Frohlocken musikalisch erfahrbar war.

Nun sprach Andreas Bronner von der Sozialstation Raum Oberndorf ein Grußwort und dankte dafür, ausgewählt worden zu sein. Er stellte kurz die Arbeit dieser Einrichtung vor: 7000 Hausbesuche pro Monat, mehr als 600 Kunden, täglich bis zu 100 warme Essen und ein Einzugsgebiet von rund 120 Kilometern fordern alle Mitarbeiter oft bis an die Grenzen.

Offenbar viel Spaß hatte das Orchester mit dem Liedbeitrag "Die Lenden lasst umgürtet sein", in dem das Thema vielfach abgewandelt vorgestellt wird.

Wieder mit großer Fülle intervenierte der Männerchor mit Klavierbegleitung in "Näher mein Gott zu dir". In fast fröhlicher Weise wird hier die Sehnsucht nach Gottesnähe hörbar. "And I heard as it where" für Orchester und Klavier bot gerade für Holzbläser und Flügel fantastische Stellen.

Mit "Jerusalem" und "Vater, mein Vater erlöse mich" hatte der Männerchor noch zwei herrliche Auftritte.

In einem Schlusswort unterstrich Bezirksältester Horst Schneider nochmals, dass zur Liebe auch die Liebe zum Nächsten gehöre. Das Engagement der beiden Organisationen gehöre auch zur Nächstenliebe. Ein anschließendes Gebet vertiefte seine Worte.

Fast himmlisches Musizieren war das abschließende, von allen gestaltete "Wir wollen Jesum seh’n" mit seinem mächtigen Schluss.

Mächtiger Beifall im Stehen wurde mit der Zugabe "Gott hab vor Augen" belohnt.