Der Oberndorfer Waffenhersteller Heckler & Koch und einer seiner Vorstände gehen künftig getrennte Wege. Foto: dpa

Waffenhersteller und Vorstand gehen künftig getrennte Wege. Suche nach Nachfolger "in fortgeschrittenem Stadium".

Oberndorf - Der Oberndorfer Waffenhersteller Heckler & Koch und einer seiner Vorstände gehen künftig getrennte Wege. Das teilte das Unternehmenvor am Dienstagnachmittag mit. 

Wolfgang Hesse, seit Januar 2016 Vorstand der H&K AG, hat sich laut Pressemitteilung mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft darauf geeinigt, seine bis zum Jahresende laufende Vorstandsbestellung aus privaten Gründen nicht verlängern zu lassen. Mit Beendigung der Interimsleitung der Gruppe - Hesse war  im August 2017 in die Bresche gesprungen, nachdem sich der Waffenhersteller überraschend von seinem Vorstandschef Norbert Scheuch getrennt hatte - und der Einarbeitung des neuen Vorstandsvorsitzenden Jens Bodo Koch wolle sich Hesse einer neuen Herausforderung außerhalb der Heckler & Koch-Gruppe stellen, heißt es. Der Aufsichtsrat bedauere  und respektiere diese Entscheidung und danke Wolfgang Hesse für "sein großes Engagement und die erreichten Ergebnisse in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren".

Die Suche nach einem Nachfolger sei in fortgeschrittenem Stadium, die Bekanntgabe eines Nachfolgers werde kurzfristig erfolgen.

Info: Heckler & Koch

Heckler & Koch ist weltweit führender Hersteller von Handfeuerwaffen mit festen Wurzeln am Standort Deutschland. Seit mehr als 60 Jahren ist das Unternehmen laut eigenen Angaben "ein zuverlässiger Partner für Sicherheitskräfte, Polizei und Sondereinsatzkräfte der NATO und NATOassoziierter Staaten". Zur international operierenden Unternehmensgruppe mit Sitz in Oberndorf am Neckar gehören Tochtergesellschaften in den USA, Frankreich und Großbritannien.