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Oberndorf a. N. Versuchter Einbruch ins Pfarrhaus

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Einbrecher hatten das Pfarrhaus in Aistaig im Visier. Foto: Danner

Oberndorf-Aistaig - Drei unbekannte Täter haben am Montag gegen 17.15 Uhr versucht, in das evangelische Pfarrhaus in Aistaig einzubrechen. Laut Angaben der Polizei kletterte einer der Täter auf einen rund zwei Meter hoch gelegenes Fenstersims und hebelte mit einem Werkzeug am Fensterrahmen. "Das ging wohl alles recht schnell", sagt der Aistaiger Pfarrer Jeschua Hipp, der den Vorfall jedoch selbst gar nicht beobachtete. Ein Nachbar habe die drei Unbekannten bei ihrer Tat gestört. "Ich selbst bin erst eine viertel Stunde später nach Hause gekommen", erzählt der Pfarrer.

Ob Einbrecher gewusst haben, dass es sich bei dem von ihnen ausgewählten Objekt um das örtliche Pfarrhaus handelt, kann Hipp nicht sagen: "Wenn die Täter aus der Gegend oder gar aus dem Ort kommen, bestimmt. Außerdem gibt es auch ein Schild am Pfarrhaus. Aber man weiß ja nicht, wer es war, deshalb dachten sie vielleicht auch, dass es sich um ein gewöhnliches Wohnhaus handelt" überlegt der Pfarrer.

Doch wie sollte man eigentlich reagieren, wenn man, wie Hipps Nachbar, feststellt, dass sich gerade Einbrecher zutritt zu einem –­ oder gar dem eigenen –­ Haus verschaffen wollen? "Das kann man so schlecht beantworten, weil das immer situationsabhängig ist", sagt Thomas Kalmbach, Sprecher des Polizeipräsidiums Tuttlingen. "Aber grundsätzlich rät die Polizei davon ab, auf die Einbrecher zuzugehen, oder sie gar stellen zu wollen", so Kalmbach.

Am besten sei es, sich zu verstecken, mit dem Telefon die Polizei zu kontaktieren und zu erklären, was gerade passiert. Dabei sollte die Leitung die ganze Zeit gehalten werden, bis die Polizei den Einbrecher überwältigt hat.

Falschen Mut zu beweisen, sei in dieser Situation hingegen völlig deplatziert: "Wenn man auf einen Einbrecher trifft, ist das ja erst mal für Beide eine überraschende Situation. Aber der Unterschied ist: Der Einbrecher rechnet noch eher damit und ist in der Regel auch nicht unbewaffnet", erklärt Kalmbach. Dabei müsse es sich nicht immer um ein Messer oder gar eine Schusswaffe handeln, "aber ein Einbrecher nimmt oft ja einen Bohrer oder ein Brecheisen mit, um sich Zutritt zu einem Haus oder einer Wohnung zu verschaffen. Damit kann man natürlich auch jemanden ernstzunehmend verletzen". Es habe sogar schon Todesfälle gegeben, weil Hausbesitzer Einbrecher stellen wollten. "So weit kommt es zum Glück aber nur selten", sagt der Polizeisprecher.

Auch im Fall des Aistaiger Pfarrhauses haben die Täter gleich die Flucht ergriffen. Von ihnen ist lediglich bekannt, dass einer eine gemusterte weiße Jacke, und einer eine schwarze Mütze trug. Die Kriminalpolizei Rottweil fahndet nun nach den unbekannten Tätern. Hinweise nimmt sie unter der Telefonnummer 0741/47 70 entgegen.

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