Schauspielerduo "Q-rage" warnt mit Theaterstück vor den Gefahren der Neuen Medien
Von Hans-Dieter Wagner
Oberndorf. Zu einem Informationsabend zum Thema "Neue Medien" hatten die Stadtjugendpflege Oberndorf und die Polizei am Mittwochabend ins Oberndorfer Don-Bosco-Haus eingeladen.
Angesichts des brisanten Themas hätten es wohl ein paar Besucher mehr sein können, trotzdem waren die Veranstalter nicht ganz unzufrieden mit der Resonanz. Mit dem Theaterstück "Total vernetzt – und alles klar!?" stieg das Ludwigsburger Schauspielerduo "Q-rage" ins Thema ein und ließ auch das Publikum keineswegs außen vor. Sandra Hehrlein und Jörg Pollinger führten den Alltag der Geschwister Lisa und Henrik vor, der von den Neuen Medien geprägt ist. Hier haben PC, MP3-Player und Handy oberste Priorität und bestimmen den Tagesablauf.
"Q-rage" zeigte nicht den erhobenen Zeigefinger, sondern deckte objektiv die Gefahren im Umgang mit den Neuen Medien auf. Unter Einbeziehung des Publikums und fachlichem und rechtlichem Beistand von Kriminalhauptkommissar Josef Bronner von der Rottweiler Kripo machte man auf die Gefahren und die Kostenfallen, die im Internet lauern, aufmerksam. Es wurde über die AGB’s gesprochen, die fast niemand liest, wie eine Umfrage unter den Zuhörern ergab. Handy-Videos und das Filmen im Unterricht wurden ebenso angesprochen wie die Strafbarkeit von Mobbing und Beleidigung im Internet. Aber nicht nur die rechtlichen Aspekte wurden aufgezeigt, auch die moralischen und ethischen Verfehlungen bei unbedachter Einbeziehung der Medien zur Freizeitgestaltung beim Chatten oder Einstellen von Bildern beziehungsweise Dokumenten ins Internet, kamen zur Sprache.
Ein unterhaltsames Theaterstück, das eigentlich keines war. Es war eine interaktive Vorstellung von "Q-rage", die den Eltern die Gefahren der Neuen Medien nahe brachte und aufzeigte, wie es in den Zimmern ihrer Sprösslinge möglicherweise zugeht.
Dem Trend "total vernetzt" wollten sich die Schauspieler allerdings keineswegs verschließen. Ihnen lag es daran, zu zeigen, dass "alles klar" ist, aber viele Fallstricke lauern. Dies hat das sympathische Duo dem Publikum eindrücklich nahe gebracht. Ein Vortrag des Diplomsozialpädagogen Peter Demmer schloss sich an, der zum Thema "Computer im Kinderzimmer" referierte und den Anwesenden Rede und Antwort stand.