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Oberndorf a. N. Startschuss für "Online-Marktplatz"

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Ein lokaler "Online-Marktplatz" für Oberndorf entsteht. Foto: pixabay, Berg, Schmidt, Schuldt

Oberndorf - Die Chancen der neuen Technologie nutzen und sich nicht angstgetrieben und negativ mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen – so lautete der Appell des Ersten Beigeordneten Lothar Kopf. Die Stadt möchte in Zusammenarbeit mit dem HGV einen lokalen "Online-Marktplatz" einrichten.

Handels- und Gewerbeverein (HGV) und die Stadt Oberndorf haben sich deshalb beim Ideenwettbewerb des Landes Baden-Württemberg beworben und ihn gemeinsam mit sechs anderen Kommunen gewonnen. Somit fließen 200 000 Euro an Fördergeldern an die Stadt (wir berichteten). Ohne diesen Zuschuss, betonte Kopf in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses, wäre der Aufbau eine Online-Marktplatzes für Oberndorf nie möglich gewesen.

Schaufenster auch im Internet

"Immer mehr Menschen kaufen online ein. Viele Händler kämpfen um ihre Existenz. Arbeitsplätze gehen verloren. Leerstände nehmen zu." Laut Kopf könnten Einzelhandel und Innenstädte die Herausforderung der Digitalisierung nur durch eigene Innovationen begegnen. Man brauche neben den Schaufenstern aus Glas insbesondere auch die Schaufenster im Internet.

Örtliche Händler aber auch öffentliche und private Dienstleister sollen so miteinander vernetzt werden. Gleichzeitig solle der Mehrwert für Einwohner, Kunden und Gäste gesteigert werden. Neben dem Marktplatzangebot soll auf der Plattform deshalb ein umfangreiches Informationsangebot platziert werden.

Hans-Jörg Rapp, Geschäftsführer der Werbeagentur "4R form & funktion" in Altoberndorf, hatte im Auftrag der Stadt bereits die Konzeption und somit die Bewerbungsunterlagen für den Ideenwettbewerb ausgearbeitet. In seiner Firma wird jetzt die Stelle eines "Lokalen Marktplatz-Kümmerers" mit mindestens 20 Arbeitsstunden pro Woche eingerichtet.

Dass diese Dienstleistung von der Stadt extern eingekauft wird, stand so bereits im Konzept und ist ein Bestandteil des Bewilligungsbescheids durch das Land, betonte Lothar Kopf.

Deshalb sei diese Stelle auch nicht von der Kommune ausgeschrieben worden, beantwortete Kopf eine entsprechende Frage von SPD-Stadtrat Günther Danner. Denn es handle sich nicht um ein bei der Stadt angesiedeltes Arbeitsverhältnis.

Mit der Zustimmung zum Abschluss eines Dienstleistungsvertrags zwischen der Stadt Oberndorf und der Firma "4R form & funktion" gaben die Stadträte im Verwaltungsausschuss jetzt quasi den Startschuss für das Projekt.

Doch was genau ist eigentlich ein Kümmerer? Das wollte SPD-Stadtrat Günter Danner wissen. "Das ist jemand, der sich einfach um alles kümmert", antwortete der Erste Beigeordnete scherzhaft. Hans-Jörg Rapp erläuterte im Gremium die Aufgaben eines Kümmerers.

Projekt soll auf eigenen Füßen stehen können

Diese reichen von der inhaltlichen Feinabstimmung auf Basis der Bewerbungskonzeption über die rechtliche und organisatorische Seite bis hin zur Akquise und zur Programmierung. Denn nach Ablauf der zweijährigen Förderphase müsse das Projekt auf eigenen finanziellen Füßen stehen. Ob es in einer Gesellschaft oder in einer Genossenschaft mündet, sei noch zu klären. Sollten die angesetzten 20 Stunden pro Woche nicht ausreichen, so versprach Rapp im Gremium auch ehrenamtliches Engagement über seine Firma. "Am Ende werden wir liefern."

Gemeinsam mit den anderen sechs Gewinnern hat Oberndorf nun also zwei Jahre Zeit, sein Projekt voranzutreiben und am Schluss ein Ergebnis abzuliefern.

Ob eine Zusammenarbeit mit den übrigen sechs Gewinnern geplant sei, wollte der Sprecher der Freien Wähler, Dieter Rinker wissen. Etwa, um eine gemeinsame Marke zu schaffen. Einmal im Quartal gebe es mit den übrigen Kommunen ein Netzwerktreffen, erläuterte Lothar Kopf. Dabei sei zwar ein Austausch geplant, jedoch werde jede Stadt ihre eigene Marke kreieren. Einen Namen hat das Kind in Oberndorf übrigens noch nicht. Er soll im Laufe des Projektprozesses gefunden werden.

Dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das die Fördergelder vergeben hat, stehen als Partner des Projekts der Gemeindetag Baden-Württemberg und der Handelsverband Baden-Württemberg zur Seite.

Die Kosten für den Kümmerer belaufen sich für die Stadt Oberndorf für die Projektdauer bis 2020 auf 86 400 Euro – verteilt auf zwei Jahre. 62 450 Euro fließen an Fördergeldern für diesen Posten in die Stadtkasse zurück.

Dornhan möchte sich beteiligen

Die Stadt Dornhan hat mittlerweile Interesse an dem lokalen "Online-Marktplatz" signalisiert. Und auch mit den Nachbargemeinden Epfendorf und Fluorn-Winzeln sei man im Gespräch. Diese könnten von den Fördergeldern profitieren. Sollten jedoch Mehrkosten anfallen, dann müssen sie an die Stadt Oberndorf bezahlt werden. Denn sie ist der Projektträger, betonte Kopf.

Er versprach zudem, den Gemeinderat regelmäßig über die Projektfortschritte zu informieren.

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