Annette Widmann-Mauz trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Oberndorf ein. Mit im Bild Bürgermeister Hermann Acker (rechts) und der Erste Beigeordnete Lothar Kopf Foto: Schwarzwälder Bote

Vortrag: Widmann-Mauz macht Mut

Oberndorf. Passend zum Anliegen der Tafel wollte man sich zum zehnjährigen Bestehen nicht selbst feiern, sondern darauf schauen, welche Aufgaben in der Stadt Oberndorf und in ganz Deutschland gerade anstehen – etwa das Thema Integration und Migration – und wie man es gemeinsam anpacken könnte.

Sorgen ernst nehmen

Deshalb gab es von der Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration im Kanzleramt, Annette Widmann-Mauz (CDU), neben den Dankenworten auch keine Festrede in der ehemaligen Klosterkirche zu hören. Gemäß ihrer schwäbischen Wurzeln war ihr Vortrag mit "Integration: Sodd mr? Mach mr!" überschrieben. Quasi die schwäbische Version von "Wir schaffen das", wie Widmann-Mauz schmunzelnd "übersetzte".

Die Politikerin untermauerte ihre These mit Beispielen. Baustein einer gelingenden Integration sei Beschäftigung. Und es gebe sie, die vielen Exempel – etwa von syrischen Schreinern oder gambischer Brezelbäckern. Doch über sie werde weniger geredet, dafür mehr über das, was nicht gut laufe. Schon heute seien viele Flüchtlinge in sozialpflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und somit Säulen der Gesellschaft. Zugang zu Bildung und Perspektiven am Arbeitsmarkt, der an Fachkräftemangel leide, seien wichtig. Es gelte, heute die Grundlagen zu schaffen, um die soziale Einheit in einer Gesellschaft, die von Vielfalt und Einwanderung geprägt sei, zu wahren. Und dabei die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, das Feld nicht den Populisten zu überlassen.

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