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Oberndorf a. N. Sitzbänke im Tal sind rar

Von
Fotos: Danner Foto: Schwarzwälder Bote

Während es in der Oberstadt viele Sitzgelegenheiten gibt, sind die öffentlichen Bänke im Tal rar. Adelinde Minch ist Frauenbeauftragte der VdK-Kreisverbands und des Ortsvereins Oberndorf. Sie hat den Schwarzwälder Boten zu einem Spaziergang auf die von ihr bemängelte Strecke eingeladen.

Oberndorf. Adelinde Minch ist 81 Jahre alt. Auf unserem Gang vom Talplatz übers Rondell, zurück über die Werk-, Teck- und Hölderlinstraße bis zum Bahnhof und wieder zum Talplatz begleitet uns ihr 84-jähriger Lebensgefährte Herbert Loschen. Es gebe viele Menschen im Tal, die kein Auto hätten und deshalb regelmäßig zu Fuß unterwegs seien, berichtet Adelinde Minch – bedingt durch die Lebensmittelmärkte in der Neckarstraße nicht selten mit schweren Einkaufstaschen bepackt. Deshalb habe sie sich schon vor knapp zwei Jahren an die Stadtverwaltung gewandt – mit dem Ansinnen, mehr Sitzgelegenheiten im Tal zu installieren. Sie habe jedoch nur zu hören bekommen, dass der Talplatz ja ohnehin neu gestaltet werde.

Doch den meint die VdK-Frauenbeauftragte eigentlich gar nicht. Von der Klosterkirche bis zur Werkstraße etwa gebe es nicht eine einzige Bank. Dabei biete sich eine Kurve im Rondell doch geradezu für eine an (großes Bild). In der Teckstraße findet sich zwar eine Sitzgelegenheit. Sie ist jedoch – dem Neckar zugewandt – ein Stück unterhalb des Gehwegs angebracht. Sie traue sich jedenfalls nicht, dort "hinunterzusteigen", erklärt Minch. Und mit einem Rollator sei es gar ganz unmöglich. Auf dem Weg in Richtung Hölderlinstraße kommt dann erst mal wieder eine ganze Zeit lang nichts, worauf man sich ausruhen könnte.

Wir überqueren den Steg über den Neckar und das Gelände mit den Einkaufsmärkten, um zum Bahnhof zu gelangen. "Das hier ist ein wahrer Schildbürgerstreich", meinen Adelinde Minch und Herbert Loschen angesichts der Treppe, die zur Unterquerung führt. Es sei ja schön, dass es auf der anderen Seite des Bahnhofs inzwischen Aufzüge gebe. Doch von der Sägewerkstraße her, von wo aus auch Fußgänger mit Kinderwagen oder Radfahrer kämen, sei die Treppe schwer zu bewältigen.

Und wie aufs Stichwort kommt eine Frau mit ihrem Fahrrad des Wegs. Sie bestätigt Minchs Aussage und führt vor, dass es kaum möglich ist, sein Zweirad auf der vorgesehenen Spur nach oben zu schieben. Denn auf dem schmalen Treppenstück kann man dann nicht nebenherlaufen. Also wuchtet sie ihr Bike die breite Treppe hinauf, derweil ein paar junge Männer ihre Räder von oben nach unten tragen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz angekommen, gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich niederzulassen. Solche Metallbänke täten es an anderen Stellen doch völlig, meint Adelinde Minch. Sie bräuchten keine Lehnen und seien pflegeleichter und robuster als Bänke aus Holz.

Weiter geht es wieder Richtung Talplatz – unserem Ausgangspunkt. Auch hier hat Minch eine Möglichkeit für eine Bank ausgemacht. An der ehemaligen B 14, kurz vor der Einmündung ins Tal, direkt unter einer Laterne. "Hier würde ein Bänkle doch niemanden stören", meint sie. Sie will jedenfalls weiterkämpfen, um mehr Sitzgelegenheit im Tal zu bekommen. Denn im Vergleich zur Oberstadt sieht sie die Unterstadt da schwer benachteiligt.

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