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Oberndorf a. N. Polizei ermittelt auf Brauerei-Areal

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Das Material liegt weiter auf dem Brauerei-Areal. Foto: Danner

Oberndorf - Weil der Abbruchunternehmer Thomas Schlösser gedrängt worden sei, Abbruchmaterial nicht als gefährlichen, sondern als normalen Abfall abzufahren, hat er Strafanzeige "gegen alle Beteiligten" gestellt. Unter anderen auch gegen die Stadt Oberndorf.

Seit März fährt er das Abbruchmaterial nicht mehr ab. Schlösser und die Stadt sind sich nicht einig darüber, wie das Material zu klassifizieren ist. Es geht um die Teerkork-Belastung. Überschreitet diese einen bestimmten Wert, so ist das Material als gefährlicher Abfall einzustufen und entsprechend zu entsorgen.

Wie die Pressestelle der Polizeidirektion Konstanz nun auf Anfrage unserer Zeitung hin bestätigt, ermitteln Beamte des Fachbereichs Umwelt und Gewerbe. Ein Ortstermin soll stattfinden, der Zeitpunkt stehe jedoch noch nicht fest. Im Übrigen befinde man sich im laufenden Verfahren und könne daher keine Details weitergeben, heißt es weiter.

Auch beim Landratsamt hat der Schwarzwälder Bote nachgefragt. Dort heißt es von Brigitte Stein von der Pressestelle: " Der Zeitungsartikel im Schwabo gibt die Situation zutreffend wieder." Wie darin ausgeführt, habe das Umweltschutzamt eine erneute Untersuchung der verschiedener Haufwerke durch ein zugelassenes, unabhängiges Fachinstitut entsprechend den Vorgaben der Vorschrift LAGA PN98 vorgeschlagen. Ob diese Beprobung bereits stattgefunden hat, wisse sie allerdings nicht. Wenn das Ergebnis dieser Untersuchungen vorliege, sei das Material entsprechend seiner Schadstoffbelastungen ordnungsgemäß zu entsorgen. "Eine Entsorgung des Bauabbruchmaterials kann nur entsprechend den abfallrechtlichen Bestimmungen erfolgen. Der Entsorgungsweg wird dabei anhand der ermittelten Schadstoffgehalte festgelegt," schreibt sie weiter.

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Schlösser hatte moniert, dass die jüngste Beprobung durch ein von der Stadt Oberndorf beauftragtes Fachbüro eben nicht nach dem Regelwerk der LAGA (Länderarbeitsgemeinschaft Abfall) PN98 stattgefunden habe. Er berichtet zudem, dass die zweite Firma in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) in ihrem Namen mittlerweile den Vertrag der ARGE mit der Stadt Oberndorf aufgekündigt habe.

Bürgermeister Hermann Acker kündigt auf Nachfrage an, die Verwaltung werde zu dieser Angelegenheit in der heutigen Sitzung des Gemeinderats ausführen.

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