Am gestrigen Freitag feierten wir den Weltfrauentag, vergangenes Jahr 100 Jahre Frauenwahlrecht. Da sollte man doch meinen, das weibliche Geschlecht nutze seine hart errungene Gleichberechtigung auch auf kommunaler Ebene. Aber auf den Kandidatenlisten der Fraktionen und Vereinigungen sieht’s mau aus. Und das liegt nicht etwa daran, dass die Frauen nicht gefragt wurden. Es hagelte jedoch einen Korb nach dem anderen. Die einen haben schon viele ehrenamtliche Aufgaben, die anderen trauen sich vielleicht nicht, und etliche wollen sich zunächst einmal ihren Familien widmen – die Kindererziehung liegt halt immer noch zumeist in Frauenhand. Daran wird auch eine Quote nichts ändern, wie sie jüngst in Brandenburg für die Landtagswahl eingeführt wurde. Die Bereitschaft zur Kandidatur lässt sich nun mal nicht per Dekret verordnen. Schade ist es allemal.