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Oberndorf a. N. Orgelfreunde ziehen nach zwei Jahren positive Bilanz

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Auf der Bühne und einer Turmetage der evangelischen Stadtkirche lagert fast einem Drittel des Klangmaterials der einstigen Walcker-Orgel. Die Orgelfreunde sind auf der Suche nach weiteren Pfeifen. Foto: Schnekenburger Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Vor zwei Jahren hat sich unter dem Dach der evangelischen Kirche der Kreis "Orgelfreunde Stadtkirche Oberndorf" formiert (wir berichteten). Die Inititoren sind mit keinem geringeren Ziel angetreten, als für das Gotteshaus wieder eine Pfeifenorgel anzuschaffen.

Den Grundstock bildeten rund 9200 Euro, die der Kreis vom Förderverein der Stadtkirche übernommen hatten. Seither hat sich viel getan. Inzwischen haben die rührigen Anhänger der Pfeifenorgel satte 41 390 Euro in der Kasse. Wovon allein 10 000 Euro an Spenden von einer Frau stammen, die anonym bleiben möchte.

Gemeinsam mit dem Organisten und Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Michael Link hat der Kreis in den vergangenen Jahren allerhand auf die Beine gestellt. Verschiedene Konzerte fanden in dem Gotteshaus statt, das vor einigen Jahren für 1,2 Millionen Euro renoviert worden war – mit der Maßgabe das Gebäude, das einst vom bekannten Architekt Martin Elsässer gebaut wurde, auch als kulturellen Veranstaltungsort zu nutzen.

Michael Link ist ein großer Verfechter einer Pfeifenorgel. Denn die derzeitige Interimslösung – eine digitales Instrument – kann seiner Ansicht nach niemals die Emotionen der Kirchenmusik rüberbringen. Ein erfahrener Hörer bemerke den Unterschied sofort, Aber auch ein aufmerksamer Laie werde auf Dauer feststellen, dass die emotionale Komponente eines digitalen Klangs nicht dem echten Orgelklang entspreche.

Zudem solle eine Kirchenorgel Generationen überdauern. Davon könne man bei einer digitalen nur träumen, so Link. Bei einer Pfeifenorgel beeinflussen sich die Register gegenseitig, wissen die Fachleute. Nur dadurch werde die gewünschte Klangfülle erreicht.

Der Organist steht mit seiner Meinung keineswegs alleine da. Im Orgelkreis hat er einige Mitstreiter gefunden, die sich für seine Sache einsetzen. Dazu gehören Bewirtungen bei den Konzerten, die durchaus auch mal in der katholischen Kirche stattfinden. Oder aber Stände auf dem Wochenmarkt. Kleinvieh macht schließlich auch Mist.

Den Orgelfreunden ist bewusst, dass sie noch einen langen Weg vor sich haben, bis eine Pfeifenorgel finanziert werden kann. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Und für die ersten beiden Jahre können sie keine schlechte Bilanz vorweisen.

Zu dem Aktivitäten gehörten zudem ein Kalender, für den der Kulturjournalist Bodo Schnekenburger kostenlos fotografierte. Große Unterstützung gab es aber auch vom CDU-Stadtverband, der einen Teil des Erlöses seines alljährlichen Weihnachtsschmuck-Verkaufs an den Orgelkreis spendete.

Neben den Konzerten in den Oberndorfer Kirchen gab es weiter musikalische Auftritte in der "Bodega", im "Café Krönchen" und im "i-Dipfele", Dafür sind die Orgelfreunde sehr dankbar. Ebenso wie den "Frohsingers", die zugunsten der Pfeifenorgel in der Stadtkirche aufgetreten sind.

An Mitstreitern mangelt es also wahrlich nicht. Und die Orgelfreunde bleiben am Ball. Zumal es ihnen große Freude bereitet, kulturelle Veranstaltungen für die Oberndorfer Bevölkerung auszurichten.

Wer übrigens noch Pfeifen der einstigen Walcker-Orgel zu Hause hat, kann sich bei Michael Link, E-Mail link_michael@t-online.de, melden. Die Orgelfreunde sind auf der Suche nach den verbliebenen Stücken.

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