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Oberndorf a. N. Ordnungsamt wird zum Detektivbüro

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Ob auf der freien Wiese in der Dollau oder im kleinsten Eck der Oberstadt: Müll findet sich überall. Foto: Zeger

Oberndorf - Fliegt eine Zigarettenschachtel ins Gebüsch kostet dies 20 Euro, für eine Glasflasche sind 100 Euro fällig. Pappe, Papier oder eine Bananenschale können bis zu 100 Euro Bußgeld kosten. Zumindest auf dem Papier.

Umweltverschmutzung beginnt bei der achtlos weggeschnippten Zigarettenkippe und hört bei der Ablagerung von Bauschutt noch längst nicht auf. Könnten all die Bürger zur Kasse gebeten werden, die ihren Müll im ganzen Stadtgebiet hinterlassen, würde diese im städtischen Ordnungsamt gar nicht mehr aufhören zu klingeln. Grundlage ist der Bußgeldkatalog Umwelt.

"Meistens fehlt es aber an den Zeugen", sagt Josef Geray, der Amtsleiter des Ordnungsamts. Daran sei schon so manches Bußgeldverfahren gescheitert. Die im Bußgeldkatalog genannten Beträge, haben nur die Bedeutung einer Richtlinie. Die Verwaltungsbehörde muss in jedem Fall prüfen, ob Besonderheiten eine Abweichung von diesen Rahmensätzen verlangen.

Besonders wüst sieht es oft rund ums Schulareal und im Stadtgarten aus. Hier finden sich in den Hecken Becher, Flaschen, Papier, Verpackungsmüll. Auch "chillige Runden" in der Dollau hinterlassen Spuren. Aber auch an anderen Stellen kämpft das Ordnungsamt gegen wilden Müll. Geray: "Mülltüten werden oft auch bei Glascontainern abgestellt." In solchen Fällen rufen er oder seine Mitarbeiter bei der Firma Alba in Dunningen an, die sich dann um die Beseitigung kümmert. "Darauf hat sich der Landkreis mit der Firma geeinigt." In manchen Fällen hat das Ordnungsamt die Tüten auch schon kontrolliert und in Detektivarbeit den Verursacher herausgefunden. "Der wurde dann angezeigt."

Auch bei Sperrmüll, der tagelang an der Straße steht, wird das Team des Ordnungsamts aktiv. "In solchen Fällen erkundigen wir uns bei der Firma Alba, ob tatsächlich Sperrmüll angemeldet worden ist." Immer wieder komme es auch vor, dass Bürger ihr Grüngut im Wald entsorgen. Auch das ist selbstverständlich verboten und wird mit einem Bußgeld bestraft. "Wenn sie Personen bei der illegalen Müllentsorgung beobachten, sollten sie sich nicht scheuen, das Ordnungsamt zu informieren", sagt Geray. Auch ein Hinweis bei der Polizei sei möglich. "Notieren sie Ort und Tageszeit, was abgestellt wurde, eventuell Autotyp und -Kennzeichen. Für eine Identifizierung des Verursachers ist außerdem eine Personenbeschreibung hilfreich", so die Polizei.

Auf Grundlage des sogenannten Jedermannsrecht wäre es auch denkbar, den Umweltsünder nach seinen Personalien zu fragen und festzuhalten. "Davon raten wir allerdings ab", sagt die Polizei.

Ihre Redaktion vor Ort Oberndorf

Marcella Danner

Fax: 07423 78-373

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