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Oberndorf a. N. Mauser-Werke bauen Stellen ab

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Die Mauser-Werke Oberndorf bauen Stellen ab.  Foto: Mauser

Oberndorf a. N. - Die Mauser-Werke Oberndorf geben geschäftliche Refokussierung und Kostensenkungsmaßnahmen bekannt. Dazu wird es einen Personalabbau geben. In welcher Größenordnung sich dieser bewegen wird, teilt das Unternehmen noch nicht mit.

Die Mauser-Werke Oberndorf, spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Werkzeugmaschinen und industriellen Anlagen vor allem für die Automobilindustrie, haben am heutigen Freitag bekannt gegeben, sich als Reaktion auf ein zunehmend schwieriges Branchenumfeld künftig wieder verstärkt auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und Abläufe, Kapazitäten und Kosten dahingehend zu optimieren.

Durch das allgemein anhaltende schwierige Branchenumfeld der Automobil- (zuliefer-) industrie, und die Folgen der negativen Entwicklungen der vergangenen Jahre, wie dem Dieselskandal und damit verbundene Verunsicherungen hinsichtlich der Zukunft des klassischen Verbrennungsmotors, haben die Mauser-Werke Oberndorf, ähnlich wie Mitbewerber der gesamten Branche, mit stark rückläufigen Auftragseingängen zu kämpfen, heißt es in einer Mitteilung.

Verstärkte Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien und Maschinen in den vergangenen Jahren und auch finanzielle Unterstützung durch die Eigentümer, hätten in Summe allerdings nicht gereicht, die Auswirkungen des negativen Markttrends vollständig zu kompensieren. Um das Unternehmen im schwierigen Marktumfeld auf eine stabile Basis zu stellen, habe die Geschäftsführung nach einer eingehenden Prüfung der Optionen entschieden sich wieder verstärkt auf die ursprünglichen Kernkompetenzen zu fokussieren – Bearbeitungslösungen für klar definierte Bauteile.

Am Standort Oberndorf sind 155 Mitarbeiter beschäftigt

Damit einher gehe die Notwendigkeit, Mitarbeiter-Kapazitäten und Kosten an ein dauerhaft geringeres Geschäftsvolumen anzupassen um ein nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Das Unternehmen arbeite daran, die Umstellung für alle von dieser Geschäftsentscheidung betroffenen Mitarbeiter so transparent wie möglich und in Abstimmung mit der Belegschaftsvertretung zu gestalten. Die Anpassung erfolge wo immer möglich über natürliche Abgänge und Nicht-Nachbesetzungen freiwerdender Stellen, für nicht vermeidbare Kündigungen soll ein Sozialplan erarbeitet werden. Eine Zahl nennt das Unternehmen auf Nachfrage unserer Zeitung nicht. Zunächst gehe man in Verhandlungen mit den Gewerkschaften und dem Betriebsrat. Derzeit sind am Standort Oberndorf 155 Mitarbeiter beschäftigt. Sie wurden heute vormittag in einer Betriebsversammlung über die geplanten Maßnahmen informiert.

"Zeitgleich werden auch Maßnahmen zur Reduktion der Material- und Sachkosten sowie zur Verbesserung interner Abläufe gesetzt", heißt es weiter. Diese sollen dem Unternehmen ermöglichen, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig abzusichern und den Anforderungen der Kunden auch weiterhin effizient und effektiv nachzukommen. Die Geschäftskontinuität werde während des gesamten Prozesses sichergestellt - Qualität und Service werden durch die Umsetzung des Programms keinesfalls beeinträchtigt, betont das Unternehmen.

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