Auch nach den Ausführungen von Amtsleiter Peter Franz diskutierten die Teilnehmer am Flurneuordnungsverfahren Hochmössingen noch eifrig vor den ausgestellten Plänen. Foto: Moosmann Foto: Schwarzwälder-Bote

Amtsleiter Peter Franz erklärt Basis für Grundstücks-Wertermittlung

Von Emil Moosmann

 

Oberndorf-Hochmössingen. Rund 160 der 350 Grundstücksbesitzer auf Hochmössinger Gemarkung waren gekommen, um sich von Peter Franz, Leiter des Flurneuordnungsamts, die Kriterien der Wertermittlung für ihre Grundstücke im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens ausführlich erläutern zu lassen.

Die Wertermittlung sei Grundlage für die wertgleiche Abfindung, Ermittlung der Landabzüge und für Zuteilungsverzichte und Geldausgleiche, unterstrich Franz. Die Werte für die Grundstücke mit insgesamt rund 600 Hektar Fläche seien auf der Basis von 9000 Bohrungen durch unabhängige landwirtschaftliche Sachverständige ermittelt worden, wobei gegebenenfalls auch Abschläge wegen Hangneigung, Waldschatten, Nässe und Dolinen berücksichtigt worden seien. Die Bodenbeschaffenheit als Grundlage für die Wertermittlung ist in Klassen von 1 bis 10 eingeteilt.

Rund elf Kilometer neue Wege werden laut Franz erstellt. Befestigte Wege in einer Länge von rund 3, 3 Kilometern würden rekultiviert. Die ganze Maßnahme schlage mit rund 1 754 000 Euro zu Buche. Den Löwenanteil verschlinge der Wegebau mit rund 1 140 000 Euro. Finanziert wird das Verfahren mit 175 500 Euro aus Teilnehmerbeiträgen, 175 500 Euro über den städtischen Anteil und den Landes-Zuschuss von 1 403 000 Euro.

Der Baubeginn sei auf 18. April terminiert, erklärte Franz. Mit dem Abschluss der Maßnahme sei im Oktober 2011 zu rechnen. Mitte April würden den Eigentümern die Kostenbescheide zugestellt. Die Umlagekosten für die Teilnehmer pro kostenpflichtiger Werteinheit betrügen fünf Euro, was für einen Hektar durchschnittlicher Bodengüte 220 Euro ausmache.

Franz war es wichtig, die Teilnehmer eingehend und ehrlich zu informieren. Es dürfe auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass den Teilnehmern willkürlich Grundstücke zugeteilt würden. Im gegenseitigen Einvernehmen werde man einen Weg finden, sagte der Amtsleiter. Eine lebhafte Diskussion rundete den Abend ab. Am heutigen Freitag stehen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr in der Ortschaftsverwaltung Mitarbeiter des Flurneuordnungsamts zur Verfügung, um Fragen zu beantworten. Vorstand Joachim Schillinger appellierte an die Grundstückseigentümer, Vermessungspflöcke nicht zu beschädigen. Auch müssten Grundstückseigentümer damit rechnen, dass wegen der Baumaßnahmen ihre Grundstücke durch andere Grundstückseigentümer überfahren würden.