. . . und Jens Hogh-Binder sind im "Co-Werk" in Altoberndorf kreativ tätig. Fotos: Reinauer Foto: Schwarzwälder Bote

Atelier: "Co-Werk" im Altoberndorfer Irslenbach / Interessante Gespräche mit den Besuchern geführt

Was tut sich im "Co-Werk" im Irslenbach in Altoberndorf? Vor einem Jahr eröffneten das die Künstler Friederike Schleeh und Jens Hogh-Binder dort ihre Werk- und Ausstellungsräume.

 

Oberndorf-Altoberndorf. Es ist Sonntagnachmittag, Tag der offenen Tür im "Co-Werk". Friederike Schleeh trägt Holzleisten in ihr Atelier. Diese benötigt sie, um große Bilderrahmen zu schaffen, auf welche sie eine Leinwand spannt. Einige Besucher sind gerade gegangen, sodass die beiden Künstler zwischendurch ein wenig arbeiten können. Neben Friederike Schleehs Atelier zeichnet Jens Hogh-Binder in seiner Werkstatt Modelle für Skulpturen, die er im Keller aus Stein anfertigt. In den Ausstellungsräumen können Besucher die Gemälde und Skulpturen von Schleeh und Hogh-Binder betrachten.

Im Irselnbach fühlen sich die beiden Künstler inzwischen heimisch. Stück für Stück vergrößern sie ihre Ausstellungsflächen, erzählt Jens Hogh-Binder, der momentan dabei ist, vor dem Gebäude Rasen anzulegen, um Skulpturen aufzustellen. Auch auf der Wiese hinter den Atelierräumen soll ein Skulpturen-Park entstehen. "Es ist ein langfristiges Projekt", sagt er. Es werde sich entwickeln, sie haben sich keinen bestimmten Termin gesetzt, um fertig zu werden, so Jens Hogh-Binder.

Ihr Leben und Schaffen findet im Moment an drei Standorten statt: in Stuttgart, am Schluchsee und in Altoberndorf. "Wir sind viel unterwegs", meint Friederike Schleeh. Am Schluchsee arbeiten sie in Werkhallen, um sehr große Skulpturen anzufertigen, in Stuttgart "schaffen" sie ebenfalls und pflegen ihre Kontakte. Von den Altoberndorfern seien sie durchweg positiv aufgenommen worden, und die offenen Sonntage haben einige Besucher zu ihnen geführt.

Interessante Gespräche hätten sich ergeben, erzählen sie. Des öfteren seien sie um Rat von Menschen gefragt worden, die Kunstwerke vererbt bekommen hatten.

Vergessene Kunst

So hatten sie das Thema vergessene Kunst auf dem Land wiederentdeckt, erzählt Friederike Schleeh.

In Gesprächen erfuhren sie von vergessenen Oberndorfer Künstlern und vergangenen Ausstellungen. "Das Künstlerische auf dem Land wird oft nicht mehr wahrgenommen", sagt Friederike Schleeh.

Die Idee des Künstlerehepaars, ihre Ausstellungsräume auch für andere Künstler zu öffnen, bestehe weiterhin. Sie könnten sich sogar vorstellen, vergessene Oberndorfer Künstler auszustellen. "In Bezug zu unseren Werken", betont Friederike Schleeh.

Zunächst arbeiten sie jedoch auf eine Ausstellung hin, die am 23. September eröffnet werden soll, hin. "Skulpturen und Bilder wird es wieder geben", das Thema stehe allerdings noch nicht fest. Bis dahin sind die Ausstellungen "Das Rad" und "Dialog" noch zu sehen.