Kritik: Plastikmensch ist bis kurz vor Ostern auf dem Schuhmarktplatz zu sehen

Oberndorf. Der "Plastikmensch", eine Leihgabe des regionalen Energie- und Umweltdienstleisters Badenova, ist seit Dienstag auf dem Oberndorfer Schuhmarkt zu sehen.

Die 3,50 Meter hohe Skulptur des Künstlers Thomas Rees legt den Finger in die Wunde der modernen Gesellschaft: Unmengen von Plastik und Unrat gelangen täglich ins Meer, so dass es dort 2050 voraussichtlich mehr Müll als Fisch geben wird.

Die Badenova hat das Kunstwerk, mit dem der Künstler die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen und Müll wecken will, erworben und wird es in den kommenden Monaten an markanten Plätzen in der Region ausstellen. Nun steht der "Plastikmensch" bis kurz vor Ostern auf dem Oberndorfer Schuhmarktplatz und kontrastiert mit dem Umfeld.

Der Korpus des Plastikmenschen besteht neben Eisen und Draht ausschließlich aus Abfall beziehungsweise Plastik. Bunte Plastikverpackungen für allerhand Lebensmittel wie Wurst, Käse, Milch, Wasser, Eis und mehr werden mit dünnem Maschendraht zusammengehalten. Zudem ziert eine Autofelge das übergroße Kunstwerk.

Der Speer, den die Figur in der Hand hält, hat etwas Mahnendes, und eine besonders große Symbolkraft hat der darauf aufgespießte Fisch. Aus dessen Maul ragt Plastik, das mittlerweile in jedem Kreislauf zu finden ist. Es gelangt vom Meer in den Fischmagen und von dort in den menschlichen Organismus.

Begleitend zur Präsentation des Plastikmenschen wird es in der Passage zwischen Schuhmarktplatz und Parkhaus eine Ausstellung der Stadt Oberndorf zum European Energy Award und zum Klimaschutz geben.

Außerdem war der Klimaschutzmanager der Stadt Oberndorf, Marc Schenk am Freitag mit einem Stand auf dem Wochenmarkt vertreten, um Bürger zum Thema Klimaschutz in Oberndorf zu informieren und Fragen zu beantworten.

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