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Oberndorf a. N. Kreisverkehr soll die Lösung sein

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Ein Kreisel auf Höhe des "Turnerheims" soll die Verkehrssituation in der Austraße lösen. Im Zuge der Straßensanierung könnte er gebaut werden.

Oberndorf. In der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt stellte Gerhard Schulz-Ehlbeck vom Büros "Wald + Corbe" den aktuellen Planungsstand vor. Die Hochwasserschutzmaßnahmen und die Sanierung der Ausstraße sollen bekanntlich Hand in Hand gehen. Daniel Elsässer vom Regierungspräsidiums (RP) Freiburg war daher ebenfalls in der Sitzung anwesend.

Konkret geht es um den Bereich von der Kreuzung K 5500/Altoberndorf bis zur Neckarhalle. Die Planungen des Landes sehen in diesem Streckenabschnitt eine 420 Meter lange Hochwasserschutzmauer vor – sie soll etwa auf Höhe der Neckarhalle beginnen und ungefähr bis zur Einmündung beim "Aldi" gehen.

Da im Zuge der Arbeiten ohnehin in die Austraße eingegriffen wird, macht es Sinn, diese gleich zu sanieren. Sie befindet sich in keinem guten Zustand und hat zuletzt durch die monatelange Umleitung während der Sanierung der Bergstrecke zwischen Oberndorf und Boll noch weiter gelitten.

Da "Wald + Corbe" den Hochwasserschutz für das Land plant, hat die Stadt Oberndorf das Büro damit beauftragt, die gesamte Austraße von der Neckarhalle bis zur Einmündung in die Kreisstraße  5500 zu überplanen.

Diese Planung soll in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Der erste Teil geht mit dem Bau der Hochwasserschutzmauer einher. Der zweite umfasst die restlichen Straße bis zur Kreuzung an der K 5500. In einem Pressegespräch im Nachgang zur TUA-Sitzung erläuterten Bürgermeister Hermann Acker und Tiefbauamtsleiterin Romy Bloß die Maßnahme nochmals ausführlich. Man hoffe, den ersten Abschnitt über den Winter ausschreiben zu können. Die Realisierung des zweiten hänge von der weiteren finanziellen Situation der Stadt Oberndorf ab und werde in den Haushaltsberatungen für die kommenden Jahre thematisiert.

Im TUA kam nun erstmals öffentlich die Planung eines Kreisverkehrs in Höhe des "Turnerheims" zur Sprache. Für den Kreuzungsbereich bei der Neckarhalle habe man abknickende Vorfahrten und andere Alternativen geprüft. Jetzt schlug die Verwaltung dem Gremium den Bau eines Kreisverkehrs vor. Der Platz dort sei ausreichend für einen Kreisel. Man könne die Stufen, die zur Neckarhalle führen, abbrechen und auf der gegenüberliegenden Seite einen Teil des städtischen Parkplatzes beim "Turnerheim" mit verwenden. Damit könnte ein Kreisel mit 26 Metern Durchmesser entstehen. Jede Zufahrt werde mit einer Querungshilfe versehen, so dass Fußgänger gefahrlos die Straße überqueren könnten.

Ein zweiter, größerer Kreisverkehr mit 45 Metern Durchmesser könnte dann später im nächsten Bauabschnitt an der Kreuzung K 5500/Altoberndorf entstehen. Langfristig sei zu überlegen, ob die Alt-Dorfstraße in Altoberndorf von der ehemaligen B14 her dann ganz vom Verkehr abgehängt werden könnte. Damit könnten die Autos und Lkws, die sich nach dem Bau der "Mutschler"-Kreisels eventuell ihren Weg über Altoberndorf suchten, über die Austraße geführt werden. Wann der Kreisverkehrs auf Höhe des Autohauses Mutschler gebaut werden soll, weiß Acker nicht genau. In einem Schreiben an die Stadt hatte Landesverkehrsminister Winfried Hermann aber 2017 eine Realisierung innerhalb von fünf Jahren in Aussicht gestellt. Dieser Tage sollen Baugrunduntersuchungen am Hang stattfinden. Der "Mutschler"-Kreisel wiederum sei Voraussetzung für den Umbau des Talplatzes. Dort soll der Verkehr bekanntlich herausgenommen werden.

Bäume müssen fallen

Doch nun steht zunächst einmal der erste Bauabschnitt der Austraße an. Wie bereits berichtet, müssen laut RP für den Bau der Hochwasserschutzmauer an die 30 Bäume gefällt werden. Sie seien ohnehin keine Zierde, merkte der Bürgermeister an. Für die Lastwagen habe man sogenannten Lichtraumprofile hineingeschnitten. Ihm schwebt eine Allee mit blühenden Bäumen, wie sie etwa beim Don-Bosco-Haus stehen, vor. Solche Zierkirschen oder ähnliche Bäume werteten die Einfahrt in die Stadt auf, meint er.

SPD-Fraktionssprecherin Ruth Hunds betonte in der TUA-Sitzung nochmals, dass die SPD nicht glücklich darüber sei, dass die Bäume fallen müssen. "Das ist ein unheimlicher Eingriff in die Natur." Sie mahnte an, Gespräche mit dem NABU zu führen. Schließlich sei Zierde nicht die einzige Aufgabe, die ein Baum erfüllen müsse. Zudem wollte sie wissen, in welcher Höhe die Kostenübernahme durch das Land für die Straßensanierung ausfallen wird. Denn zum Bau der Hochwasserschutzmauer – also der Landesmaßnahme – muss ohnehin in die Austraße eingegriffen werden. Daniel Elsässer konnte jedoch noch keine genauen Zahlen nennen. Diese, so Hunds, seien aber für einen Ratsbeschluss nötig.

CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Hauser erkundigte sich nach dem Zeitfenster für den ersten Bauabschnitt. Man gehe nach Beginn der Arbeiten von einem Jahr aus, meinte Bürgermeister Acker.

In der Gemeinderatsitzung am kommenden Dienstag wird die Planung im Gemeinderat nochmals erläutert – dabei geht es auch um die Führung von Radwegen von Altoberndorf in die Kernstadt.

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