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Oberndorf a. N. Kann Fasnet, wie man sie kennt, stattfinden?

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Bei der Hochmössinger Narrenzunft engagiert (hinten, von links): Christian Kopp, Hans-Dieter Rohr, Klaus Eger, Marcus Krämer, Jelena Ruf und Peter Eger sowie (vorne, von links) Sabine Pfau, Gabriele Wössner, Manuel Hezel, Valentin Hezel, Tim Vögele und Siegmar Brückner. Foto: Narrenzunft Foto: Schwarzwälder Bote

Im Sportheim tagte unter Einhaltung des Hygiene-Konzepts zu den Corona-Bestimmungen die Narrenzunft Hochmössingen, wählte, ehrte und stellte eine entscheidende Frage.

Oberndorf-Hochmössingen. Präsidentin Sabine Pfau sagte zu Beginn ihres Berichts: "Was uns die Zukunft bringen wird, wissen wir alle nicht. Aber ich glaube, ich spreche für alle Vereine, wenn ich sage, dass die Corona-Pandemie uns alle mehr oder weniger stark beeinträchtigt." Die Narrenzunft wisse noch nicht, welche Auflagen zur Fasnet gelten, und ob die Fasnet – so wie man sie kenne – stattfinden könne.

Die Narrenzunft Hochmössingen hat derzeit 422 Mitglieder. Die Frühjahrs-Altpapiersammlung sowie die Bewirtung des Schöler-Festes sind dieses Jahr durch die Corona-Pandemie weggefallen. Diese Aktionen waren bisher ein finanzielles "Zuckerle" für den Verein, so Pfau. Die Altpapiersammlung konnte zwischenzeitlich nachgeholt werden, und die Narrenzunft freute sich sehr darüber, dass die Hochmössinger das Papier nicht anderweitig entsorgt, sondern bis zur Sammlung aufbewahrt hatten.

Ein Narrentreffen wurde bereits abgesagt

Weiter stellte Präsidentin Sabine Pfau einen groben Fahrplan für die kommende Fasnet vor – soweit die Veranstaltungen stattfinden können. Ein Narrentreffen, bei welchem die Zunft angemeldet sei, sei bereits abgesagt worden. Ein neuer Termin dafür wurde der Hochmössingen Zunft für 2023 mitgeteilt.

Die Präsidentin teilte weiter mit, dass nochmals ein Anlauf zur Gründung eines Mini-Brauchtums genommen werden werde. Beim Versuch zur Gründung eines Mini-Brauchtums 2018 habe das Gerücht kursiert, dass das Mini-Brauchtum bei den Abendveranstaltungen vor den großen Brauchtumsnarren auftrete. Dies sei so definitiv nicht vorgesehen.

Die großen Brauchtumsnarren werden weiterhin die Veranstaltungen eröffnen, und das Mini-Brauchtum ist angedacht für den Kindermittag am Fasnetsdienstag, am Schmotzigen oder sonstigen mittägliche Veranstaltungen in der Art. Die Kirchengemeinde habe signalisiert, dass im Gemeindehaus geprobt werden dürfe. Zwei Betreuerinnen für die Mini-Brauchtumsgruppe konnten schon gefunden werden.

Deshalb Pfaus Bitte an die Besitzer der Kinderhäs von Narro, Grotta-Gosch, Schantle und Hansele, welche nicht mehr getragen werden und im Fasnetsschrank hängen, dieses für den Nachwuchs zur Verfügung zu stellen – durch Leihe oder Verkauf.

Schriftführerin Madeleine Kopp trug die Termine der Zunft übers Vereinsjahr nochmals detailliert vor.

Auch die Gardeleiterinnen, Carina Moosmann und Laura Martin, berichteten über das Vereinsjahr der großen Garde, der Teenie-Garde sowie der Mini-Garde, die sowohl im Ort als auch auswärts rege unterwegs waren.

Beim Bericht der Brauchtumsnarren durch Werner Martin konnte auch nur Positives vermeldet werden. Die Brauchtumsgruppe hatte zur Fasnet 2020 einen Zuwachs von drei Hästrägern.

Beim Bericht der Narrengilde trug der scheidende Gildemeister Rafael Eberhardt in schwäbischer Reimform von "guten Zeiten und schlechten Zeiten" vor. Es gab "saugute-Zeiten", wenn er an Gildeausflüge oder verschiedene Veranstaltungen denke. Es habe aber auch "sehr traurige Zeiten" gegeben, wenn er daran zurückdenke, dass dieses Jahr ein ehemaliger Gildenarr sowie der Gründer der Narrengilde gestorben sind.

Rafael Eberhardt blickte zurück auf zehn Jahre Gildemeister. Er übergibt sein Amt in jüngere Hände und bleibt dem Verein als aktiver Gildenarr erhalten.

Siegmar Brückner ist neuer Vize-Präsident

Kassierer Marcus Krämer wies darauf hin, dass der Kontostand im Vergleich zum vergangenen Jahr zwar deutlich gesunken sei. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass die Zunft einige Auslagen für Anschaffungen zur Erstellung von neuen Narrenkleidern gemacht habe, und diese dann mit Verkauf der Narrenkleider wieder ausgeglichen würden.

Ortsvorsteherin Sabine Jaud blickte auf die vergangene Fasnet zurück, an welche sich alle gerne erinnerten und beantragte die Entlastung des Vorstands sowie des Elferrates, die einstimmig erteilt wurde.

Die Wahlen wurden von der Ortsvorsteherin geleitet. Zur Wahl stand das Amt des Vize-Präsidenten, das Ehrenelferrat Klaus Eger inne hatte, des Kassiers (Marcus Krämer), des Gildemeisters (Rafael Eberhardt) sowie der Elferräte Peter Eger, Hans-Dieter Rohr, Christian Kopp, Patrick Rohr und Jelena Ruf.

Klaus Eger nahm die Wahl nicht mehr an und schied aus dem aktuellen Elferrat nach einer aktiven Zeit von insgesamt 23 Jahren aus. Für den Posten des neuen Vize-Präsidenten wurde Siegmar Brückner vorgeschlagen und durch die Versammlung gewählt. Marcus Krämer nahm die Wahl zum Kassier für weitere zwei Jahre an und wurde ebenfalls gewählt.

Rafael Eberhardt führte bereits in seinem Bericht aus, dass er sein Amt des amtierenden Gildemeisters abgibt. Zum neuen Gildemeister wurde Tim Vögele gewählt.

Peter Eger und Hans-Dieter Rohr nahmen die Wahlen nicht mehr an und schieden nach 23 (Peter Eger) und 22 Jahren (Hans-Dieter Rohr) aus dem aktuellen Elferrat aus.

Elferrat Christian Kopp sowie Elferrat Patrick Rohr ließen sich auf ein weiteres Jahr wählen. Elferrätin Jelena Ruf stand für zwei weitere Jahre zur Wahl. Alle drei Elferräte wurden im Amt bestätigt..

Weiter wurden Manuel Hezel sowie Valentin Hezel zu neuen Elferräten gewählt.

Sabine Pfau bedankte sich bei den Ausgeschiedenen Elferräten für alles, was sie für die Zunft getan haben

Zum Ehrenmitglied ernannte die Präsidentin für 40-jährige Treue zum Verein die ehemaligen Gildenarren Josef Schwarz und Roland Storz sowie die Mitglieder Gabriele Wössner, Ruth Pfau, Uschi Storz und Armin Rempp.

Weiter gab es Ehrungen für die Teilnahme am traditionellen Hochmössinger Fasnetsdienstagsumzug – für zehnmaliges Mitwirken für Inge Vögele und Norbert Springer, für 20-maliges Mitwirken für Hans Frankl, für 30-maliges Mitwirken für Georg Schillinger sowie für 40-malige Teilnahme für Rudi Bronner und Magda Heinzelmann.

Planung des neuen Zunftheims

Zum Tagesordnungspunkt "Planungsstand zur Errichtung eines Zunftheimes der Narrenzunft" teilte die Präsidentin mit, dass es seit der vergangenen Mitgliederversammlung zu weiteren Gesprächen mit dem Ortschaftsrat gekommen sei. Es wird nunmehr ein Aufbau auf dem Hallenanbau "Oasa" anvisiert, der dann die neue Zunftstube werden soll. Seitens des Statikers wurde nach Vorlage der Baupläne mitgeteilt, dass ein Aufbau möglich sei, aber die vorhandene Decke verstärkt werden müsste. Hierzu werde ein Entwurf gezeichnet. Nach dessen Vorlage wird die Planung des neuen Zunftheims weitergeführt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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