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Oberndorf a. N. Investor für Brauerei-Areal zieht zurück

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Das Brauerei-Areal ist bald baureifes Gelände – nun fehlt der Bauherr. Foto: Danner

Oberndorf - Während die Stadt Oberndorf für viele Millionen Euro das Brauerei-Areal baureif macht, liegt bis heute kein Bauantrag des Investors vor. Jetzt ist klar: Das Projekt mit Pflegeheim und Wohnbebauung ist gestorben.

Wirklich überrascht war im Ausschuss für Technik und Umwelt (TUA) am Mittwochabend kaum ein Stadtrat, als Christian Neudeck von Activ Immobilien verkündete: "Wir kommen unsere Verpflichtungen nicht nach." Zuvor war er von Bürgermeister Hermann Acker dazu aufgefordert worden, unmissverständlich zu erklären, falls das Projekt nicht zeitnah realisiert werde. Man sei nicht bereit, weiter zuzuwarten und sich vertrösten zu lassen.

Finanzieller Schaden immens

Neudeck nannte zu hohe Baukosten als Grund für das Scheitern. Im Spätsommer habe man zwei Angebote erhalten, die weit über dem gelegen hätten, was wirtschaftlich darstellbar sei. Man hätte mit Preisen für die entstehenden Wohnungen auf den Markt gehen müssen, "wo jeder gesagt hätte, ihr habt einen Vollvogel." Viel Herzblut habe seine Firma in das Vorhaben gesteckt. Der finanzielle Schaden für Activ Immobilien sei immens.

Auch die BruderhausDiakonie als "Co-Investor" könne auf dieser Basis kein Pflegeheim betreiben. Man sei durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) gedeckelt, was den Kostensatz abgehe, erklärte ein Vertreter der BruderhausDiakonie.

Ende 2016 war auf dem Brauerei-Areal mit dem Abriss begonnen worden:

Bürgermeister Acker bedauerte, dass das Projekt nicht realisiert wird. Aus Sicht der Stadt habe man aber nichts falsch gemacht. Das Brauerei-Areal habe brach gelegen und immer wieder gegen Einsturzgefahren gesichert werden müssen. Es habe einen gravierenden städtebaulichen Mangel in der Stadt dargestellt. Nun seien die Weichen für eine Neuentwicklung gestellt. Im Rahmen der Wirtschaftsförderung werde man nach neuen Nutzungen suchen und sei für Ideen dankbar.

SPD-Stadtrat Reiner Emmering konfrontierte Christian Neudeck mit dem Werbeslogan auf der Activ-Group-Homepage vor. "Es kommt nicht darauf an, woher der Wind weht – sondern wie wir die Segel setzen." Das klinge nach Gestaltungswillen und Verlässlichkeit. Stattdessen heiße es nun: "Wir wollen nicht mehr und sind dann mal weg." Auch in Rottweil gehe nicht viel. Dort plant der selbe Investor ein Neckar-Center am Nägelesgraben und ist bereits Jahre im Verzug.

Erhalt des Sudturms auf der Kippe

Aus den Gesprächen mit dem Investor habe er mitgenommen, dass die Erhaltung des Sudturms wohl nicht wirtschaftlich sei, so Acker. Zu gering sei die Fläche. Zwar war der Erhalt des "Wahrzeichens" im Wettbewerb Bedingung. Man müsse aber darüber nochmals diskutieren.

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