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Oberndorf a. N. In so manchem Auge schafft sich ein Tränchen Platz

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Sie bezauberen ihr Publikum (von links): Annette Hirschmann, Lina Fichtner, Richard Fichtner, Gudrun Hipp und Ellenruth Fichtner. Foto: Friedrich Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf-Aistaig (kf). Benefiz versteht sich als Wohltätigkeit. Das wusste Pfarrer Jeschua Hipp vor dem Konzert an Himmelfahrt in der St. Gallus-Kirche in Aistaig zu berichten. So sollte das Konzert für alle Besucher wie für die Gemeinde, sprich für die St. Gallus-Kirche und deren Erhaltung, eine Wohltat werden. Eintritt wurde ja nicht erhoben, dafür sollte es aber in den Spendenkästchen nicht nur klimpern sondern auch rascheln. So der Pfarrer scherzhaft. Der Wunsch wurde erfüllt.

Im ersten ausschließlich klassisch-musikalischen Paket mit Liedern von Bach, Schubert, Fibich, Seitz und Mozart durften die Zuhörer zunächst einige Soli vernehmen. Hier die Sopran- und Mezzo-Sopranstimmen von Lina Fichtner und Gudrun Hipp, zu denen Richard Fichtner mit einem grundigen Sax den erdigen Kontrast bot. Was folgte war die Violine von Annette Hirschmann. Zart mit Anflügen von Leidenschaft zum Konzert in F-Dur, op22. Stimmliche Harmonie boten die beiden Sängerinnen im mozartschen Ave Verum (KV 618).

Spätestens jetzt stellte sich der Zuhörer die Frage: Sind hier Musiker am Werk oder Künstler? Oder: Wann und wo und nach welchen Kriterien bemisst sich ein Unterschied? Insgesamt drei Lesungen (Pfarrer Hipp) zwischen den Musikblöcken forderten Nachdenklichkeit. Die Musik wecke die Sehnsucht der Seele aller Menschen. Oder: In jedem Menschen gebe es eine tiefere Sehnsucht. Den unendlichen Durst nach Gott.

Dann ein neues Bild: Das Leben sei hart, kurz aber wunderschön, man müsse nur wissen, worum es geht. Der Titel des passenden Liedes: "Jeder Tag ein neuer Anfang" – das war Optimismus pur, den Gudrun Hipp, auch an der Gitarre, in die Kirche streute.

Bald zeigt Richard Fichtner, was er sich in kurzer Zeit erarbeitet hat. Bei etlichen Läufen, Steigerungen, und immer zurück zum Thema bei Prelude Nr 1 (J:S: Bach), ehe die Violine melancholisch bis zuweilen traurig das Stück "Gabriels Oboe" von Ennio Morricone in den Raum schickte.

Doch aufgewacht: Zu Panis Angelicus (Engelsbrot, Cesar Frank), das Duett nannte die Bühne wieder ihre, durften die Besucher die Zeit vergessen. So schwer die Aufgabe auch war. Die Damen bezauberten ihr Publikum.

Ob es dann die Träumerei von Schumann oder gar das Laudate Dominum (Mozart) bis hin zum Hauser Lied "Die Liebe in mir" waren, die Künstler hielten ihre Zuhörer in den Bänken gefangen. Natürlich war Mitsingen nicht geboten, aber miterleben durfte man im Stillen. Und am Ende des Tages, wenn man so will, gab’s für Jedermann als Zugabe: "Ein schöner Tag ...". In manchem Auge schaffte sich ein Tränchen Platz.

So fand dann in Aistaig eine Premiere in einer sehr gut gefüllten Kirche statt, die am Samstag in Boll wiederholt wurde. Nicht zu vergessen, dass sich KGR-Rätin Susanne Kappler-Danner bei allen Akteuren mit einem Blumenangebinde bedankte, das sie sich mehr als verdient hatten, wenn man, abgesehen vom eigentlichen Auftritt, bedenkt, was im Vorfeld an Planung, Zusammenstellung, An- und Abreisen wie Übungseinheiten zu leisten war.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Oberndorf

Marcella Danner

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