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Oberndorf a. N. Im "Hauptquartier der Sorgen"

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Edmund Heckler, einer der drei HK-Gründer. Foto: Archiv HK Foto: Schwarzwälder-Bote

Oberndorf. Heckler & Koch ist ein Name, der weit über Oberndorfs Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Doch über die Anfänge des heute weltweit tätigen Unternehmens wissen die meisten nur wenig. Auf den Tag genau vor 50 Jahren starb Ed­mund Heckler, der jüngste der drei Firmengründer.Gänzlich uner­wartet starb Edmund Heckler mit nur 54 Jahren nach einem Herzinfarkt am 2. Juli 1960. Geboren wurde er am 2. Februar 1906 in Tuttlingen. Sein Vater Kilian Heckler wurde 1914 Stadt­schult­heiß in Oberndorf. Nach der Mittleren Reife 1925 besuchte Edmund Heckler die Maschinen­bauschule in Esslingen und legte dort das Ingenieur-Examen ab. Bei der Berliner Hugo Schneider AG avancierte er rasch zum Oberingenieur und war maßgeblich am Aufbau neuer Produktionsstätten in Leipzig und Berlin beteiligt. Im Frühjahr 1945 kehrte Heckler in seine am Boden liegende Heimatstadt Oberndorf zurück. Nähmaschinen wurden in jener Zeit das Betäti­gungsfeld dreier Freunde, die sich aus ihrer Studienzeit an der Maschinenbau­schule kannten: Theodor Koch, Alex Seidel und eben Edmund Heckler. Ihre Werkstatt befand sich im Luftschutzkeller des Feuerwehrhauses. Die Fertigung begann "aus einem Schrott­haufen heraus", wie Seidel später sagte. Als Büro diente Hecklers Wohnzimmer in der Hauptstraße 8, das "Hauptquartier der Sorgen".

Das offizielle Geburtsdatum der heutigen Weltfirma ist der 28. Dezember 1949, als die Herren Heckler und Koch ihre Firma ins Handelsregister eintragen ließen. Seidel stieß kurze Zeit später dazu. Bald expandierte das junge Unternehmen, schon im ers­ten Betriebsjahr suchte und fand man Raum für die Betriebserweiterung auf dem Lindenhof. In den Baracken des ehemaligen Reichsarbeitsdienstlagers produzierte bereits eine Reihe anderer kleiner Betriebe. Heckler & Koch wurde bald zum größten Betrieb.

1950 arbeiteten bereits 140 Be­schäftigte in der Fertigung von Nähmaschinen-, Fahrrad-, Haushalts- und Büro­maschinenteilen sowie beim Bau von Vorrichtungen für den eigenen Bedarf. Den ersten Hinweis auf das heutige HK-Kerngeschäft findet man im Jahr 1953. Im Mai kam es zu einem ersten Kontakt mit der Dienststelle Blank, aus der 1955 das Bundesministerium für Verteidigung hervorging. Testweise ließ die Bundeswehr in Oberndorf 400 Einheiten eines Gewehrs der spanischen Firma Cetme montieren. Das Gewehr war eine Weiterentwicklung des Sturmgewehrs 45, das Mauser in Oberndorf noch kurz vor Kriegsende zur Serienreife gebracht hatte. Nach dem erfolgreichen Versuch erwarb die Bundesregierung die Lizenz für das Cetme-Gewehr, das dann bei HK deutlich verbessert wurde und in Serie ging.

Edmund Heckler war im Vorstand des Oberndorfer Industrievereins und unter­stützte von Beginn an tatkräftig die Freie Wählervereinigung. 1956 wurde er in den Gemeinderat gewählt. Den Erfolg seines Unternehmens, das inzwischen zu den größten Arbeitgebern in Oberndorf zählte, erlebte Heckler noch ein drei­viertel Jahr vor seinem Tod: Ende September 1959 wurden die ersten 150 000 Ge­wehre ausgeliefert.

 
 

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