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Oberndorf a. N. Heckler & Koch: Machtkampf geht weiter

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Der Waffenhersteller Heckler & Koch steht wieder im Fokus. Foto: dpa

Oberndorf - Im Verfahren des ehemaligen Geschäftsführer Nicola Marinelli gegen den Oberndorfer Waffenhersteller Heckler & Koch (HK) wird nun erneut versucht, den Hauptanteilseigner und Zeugen Andreas Heeschen zu laden. Dies teilt das Landgericht Rottweil mit.

Zuletzt trafen Marinelli und die Anwälte der Heckler & Koch GmbH vor gut einem Jahr vorm Rottweiler Landgericht. Der einstige Geschäftsführer war 2015 von HK entlassen worden und fordert nun 0,5 Millionen Euro. Laut einer Klausel in seinem Arbeitsvertrag sei ihm dieses Geld zugesichert worden, sollte er wegen eines sogenannten Change of Control gekündigt werden. Und genau diesen Kontrollwechsel unterstellt Marinelli. Er argumentiert, dass angeblich der französische Investor Nicolas Walewski das Sagen habe.

Es war im Oktober 2018 bereits der dritte Termin. Jedes Mal scheiterte das Verfahren an der Ladung des Hauptzeugen Andreas Heeschen. Vor wenigen Wochen hatte sich der Hauptaktionär überraschend per E-Mail bei der Presse gemeldet und sich gegen eine Darstellung, es sei unauffindbar, gewehrt. Er sei in Großbritannien nachweislich erreichbar. "Ich entziehe mich weder der postalischen Zustellung noch einer offiziellen Ladung als Zeuge vor dem Landgericht Rottweil", erklärt er.

Öffentlicher Schlagabtausch

Kurz darauf hatte der "Focus" über Verkaufspläne von HK berichtet. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei dem Kaufinteressenten um ein Konglomerat von Firmen aus verschiedenen Weltregionen, und zwar von der Karibikinsel Barbados, aus den USA, aus Neuseeland, Malta und Luxemburg. Das Übernahmevorhaben sei bereits vor einem Jahr dem Bundeswirtschaftsministerium gemeldet worden.

Heeschens Antrag, sich bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 19. Dezember in Rottweil in den Aufsichtsrat der AG wählen zulassen, führte schließlich zum öffentlichem Schlagabtausch zwischen der Compagnie de Développement de L’Eau S.A. (CDE) und dem bisherigen Mehrheitsaktionär. CDE stellte einen Gegenantrag, in dem die Abberufung von Harald Kujat und Martin Heiner Sorg aus dem Aufsichtsrat des Oberndorfer Waffenherstellers gefordert wird. Von Heeschens Ansinnen, das Gremium von drei auf vier Personen auszuweiten, hält die Luxemburger Investmentgesellschaft, die mehr als fünf Prozent der Anteile hält, nicht viel. Dies würde "zu unnötigen Mehrkosten für H&K. führen, ohne echten Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen", moniert die Beteiligungsfirma.

In diesem Spannungsfeld steht nun Nicola Marinelli, der seit fast vier Jahren auf ein Urteil wartet. Eigentlich hätte am kommenden Freitag der Verkündigungstermin in Rottweil sein sollen. Wie der Vizepräsident des Landgerichts jetzt mitteilt, hat Kammer für Handelssachen hat den Termin zur Verkündung einer Entscheidung aufgehoben. Das Gericht plane – Abstimmung mit den Parteien – einen neuen Termin zur mündlichen Verhandlung und Beweisaufnahme anzuberaumen, in dem noch einmal der Versuch unternommen werden soll, den bisher nicht zu ladenden Zeugen zu vernehmen.

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