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Oberndorf a. N. Halten bald stündlich ICE-Züge in der Stadt?

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Außer auf den Gleisen zwei und drei würden beim Konzept "Interim Plus" auch auf dem Gleis eins wieder Züge fahren. Foto: skue

Oberndorf - Halten künftig ICE-Züge stündlich in Oberndorf? Wenn es nach dem Nahverkehrsberater Ulrich Grosse geht, ist dies durchaus möglich. Sogar auf dem stillgelegten Gleis eins.

Grosse tingelt derzeit durch die Gemeinden und Städte, die an der Gäubahn-Strecke zwischen Stuttgart und Singen liegen, um Überzeugungsarbeit zu leisten, um Einstimmigkeit herzustellen. Er präsentiert den Verwaltungen und den Gemeinderäten ein Zahlenwerk, in dem Oberndorf zum ICE-Halt hochgestuft wird. Auch den hiesigen Stadträten stattete er einen Besuch ab. "Viel Hirnschmalz" stecke in diesem komplexen Thema, formulierte es Bürgermeister Hermann Acker. Oberndorf hat zusammen mit weiteren Städten ein Gutachten erstellen lassen, um "wirklich alles zu tun, um die Situation zu verbessern".

Bereits das vom Land und der Deutschen Bahn AG gemeinsam entwickelte Konzept namens Interim bringt Verbesserungen für die Neckarstadt. Demnach fahren ab Dezember 2015 stündlich die Regional-Züge in Richtung Süden und Norden, zwei Jahre später, wenn die Züge über den Flughafen Stuttgart fahren, soll das Interim-Konzept-Plus greifen. Dies ist ab Dezember 2017 vorgesehen und basiert auf Untersuchungsergebnissen des Gutachtens.

Sind die Arbeiten für S 21 abgeschlossen, Grosse schätzt, dass dies im Jahr 2025 sein wird, werden Fahrgäste für die Strecke Stuttgart-Zürich lediglich noch zwei Stunden und 15 Minuten benötigen. Derzeit sind sie mindestens drei Stunden unterwegs. Kann Grosse auf seiner Tour entlang der Gäubahn Einigkeit für das Interim-Konzept-Plus herstellen, sei die Bahn bereit, dieses einzuführen, sagte Grosse.

Im Interim-Plus-Konzept springt dabei für Oberndorf ein sogenannter schnellerer und langsamerer ICE heraus. Beide würden die Neckarstadt stündlich anfahren. Der Zug, der auf der Strecke mehrmals anhält und somit länger unterwegs ist, könnte auf dem Gleis eins fahren. "Bequem barrierefrei", meinte Grosse. Der Nahverkehrsberater, der unter anderem für Landkreise und Städte arbeitet, warf in der Gemeinderatssitzung mit An- und Abfahrtszeiten von einzelnen Zügen und Verbindungen nur so um sich – gänzlich ohne schriftliche Vorlage. Er vermittelte ganz nebenbei auch den Inhalt des Vertrags von Lugano aus dem Jahr 1996. Demnach hat sich die Bundesregierung gegenüber der Schweiz verpflichtet, die Zweigleisigkeit der Strecke Stuttgart-Zürich auf deutschem Gebiet wieder herzustellen.

Stadtrat Günter Danner (SPD) sieht in der "Einstimmigkeit" den Pferdefuß für die Umsetzung von "Interim Plus". Denn derzeit fehlt das grüne Licht für dieses Konzept unter anderem noch aus Horb und Freudenstadt. Die Oberndorfer indes konnte Ulrich Grosse mit seinem Konzept überzeugen.

Die Gäubahn, knapp 150 Kilometer lang, durchquert neben Stuttgart fünf Landkreise und ist so in Verkehrsverbünde eingegliedert. In Stuttgart sowie im Landkreis Böblingen verläuft die Strecke im Bereich des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS). Ergenzingen ist in den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) eingegliedert. Zwischen Eutingen und dem Betriebsbahnhof Neckarhausen durchläuft die Bahn den Landkreis Freudenstadt und dessen Verkehrsverbund, die Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt (vgf). Von Sulz bis Rottweil-Neufra befindet sich die Strecke im Landkreis Rottweil und ist so im Verkehrsverbund Rottweil (VVR) integriert. Zwischen Aldingen und Tuttlingen durchquert die Gäubahn den Landkreis Tuttlingen und somit den TUTicket-Verkehrsverbund.

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