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Oberndorf a. N. Gute Ausbildung durchaus eine Standortfrage

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Der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel (rechts) besucht die Beruflichen Schulen Oberndorf/Sulz. Schulleiterin Susanne Galla erhält Unterstützung durch den Ersten Beigeordneten Lothar Kopf (Mitte). Foto: Stadt Foto: Schwarzwälder-Bote

Oberndorf/Sulz. "Gute Politik entsteht im Dialog mit den Menschen": so das Leitmotiv des Landtagsabgeordneten Stefan Teufel – nicht nur bei seinem Besuch in Oberndorf – heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit der Schulleiterin der Beruflichen Schulen Oberndorf/Sulz (BOS), Susanne Galla. Damit wollte Teufel sein Bild von der Berufsschullandschaft in seinem Wahlkreis abrunden. Als Obmann in der Enquete-Kommission "Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft – berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung" kenne er sich in der Materie aus. Teufel will die Stärkung der Berufsschulen, die Förderung der dualen Ausbildung und den Erhalt der kleineren Standorte durch eine Bündelung artverwandter Berufe. Nur so lasse sich der Jugendarbeitslosigkeit entgegenwirken und auf den Fachkräftemangel reagieren, so Teufel.

Lothar Kopf, als Erster Beigeordneter Ansprechpartner für die Wirtschaftsförderung, ergänzte, dass speziell an einem Industriestandort wie Oberndorf alles getan werden müsse, jene auch zu halten, die man ausgebildet habe. Umgekehrt müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Interesse der Firmen, bestimmte Berufe auszubilden, zu bedienen. Hier hakte Susanne Galla ein. Sie hoffe inständig, dass Teufel im Fall "Mechatroniker" die Weichen endlich auf grün stelle. Wortgewandt und fundiert kämpfte sie für diese Ausbildung an den BOS. Sie belegte den Bedarf mit Zahlen, verwies auf die Forderungen der Dualpartner, die prozessbegleitend angehört werden wollen. Immer wieder sprach sie die Mechatronik als fehlendes Brückenglied zwischen Metall- und Elektrotechnik an.

In ihren Ansichten und Einschätzungen liegen Galla und Teufel nicht weit auseinander, doch er führte die Verordnung zur regionalen Schulentwicklung ins Feld, insbesondere die festgeschriebenen Planungsgesichtspunkte hinsichtlich der gesamten Raumschaft.

Susanne Galla konterte mit der langfristig prognostizierten Schülerzahl und dem steigenden Bedarf der Firmen. Sie sei es gewohnt, den Kampf gegen Widerstände aufzunehmen, habe sie doch auch lange darum gerungen, in das europäische Bildungsprogramm Erasmus aufgenommen zu werden. Das Projekt ist mittlerweile mit 24 000 Euro finanziert, die Projektsprache ist Englisch. Was also lag näher, dem Landtagsabgeordneten als Hausaufgabe das Thema "Fachenglisch an den BOS" mitzugeben. Überzeugt zeigte sie sich vom Konzept des neuen Bildungsgangs AV-Dual. Respekt zollte Teufel dem "außergewöhnlichen Engagement" von Susanne Galla, die mit positivem Denken die Hürden angehe. "Wir haben ausgezeichnete Lehrkräfte, sind hervorragend organisiert, arbeiten kreativ und teamorientiert, sind offen für Herausforderungen" – so stelle sie sich dem Wettbewerb mit Rottweil und Schramberg, den sie jedoch nicht fürchte.

Und weil man nicht alle Tage ein Mitglied einer der Regierungsfraktionen zu Gast hat, war ein Gang durch die Räumlichkeiten und ein Blick auf die Ausstattung obligatorisch, um auf Defizite hinzuweisen. Natürlich wurden dabei auch Wünsche geäußert.

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