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Oberndorf a. N. Größte Gefahr sei der Mensch

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Das Seminar "Naturverlaichung der Bachforelle" gibt einen Einblick. Foto: LFVBW Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Das Seminar "Naturverlaichung der Bachforelle" des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg (LFVBW) sollte Einblicke in die Zustände der Gewässer geben. Trockenperioden wie im vergangenen Sommer stelle für viele heimische Fische eine katastrophale Bedingung dar, die hauptsächlich durch den Menschen zum Problem geworden sei. Fünfundvierzig Vertreter von Angelvereinen aus ganz Baden-Württemberg fanden sich in Oberndorf ein, um sich mit der nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung in der Theorie und Praxis auseinander zu setzten.

Ein in Baden-Württemberg noch weit verbreiteter und heimischer Fisch, die Bachforelle, stand hierbei im Vordergrund. Das Leiden der Fische fände oft im Verborgenen statt, unter der Wasseroberfläche, wo es niemand sehe, so der Referent. Dabei seien komplett trockenfallende Gewässerabschnitte bei Hitze nur "die Spitze des Eisberges", hieß es. Die Bachforellen, die sich über Jahrtausende an die vorherrschenden Gegebenheiten in ihrem Heimatgewässer angepasst haben, seien akut bedroht. Jede Entwicklungsstufe vom Ei bis zum Fisch habe besondere Ansprüche an den Lebensraum.

Gewässer müssten naturnäher werden

Auf der Suche nach neuen Lebensräumen und Nahrung wandere jeder Fisch teils weite Strecken durch sein Gewässer. Hier seien Wanderhindernisse wie Stauwehre und Wasserkraftanlagen meist unüberwindbar, oder sie führen beim Durchwandern zu Verletzungen oder zum Tod.

Ein für viele außerdem noch neuer Aspekt: die Genetik der Fische. Zucht- und Besatz von Forellen hätten einen stärkeren Einfluss auf die autochthonen (ihrem Gewässer entsprechend angepassten) Forellenbestände als bislang angenommen und würden daher langfristig keine Lösung zum Arterhalt bieten. Ein negativer Aspekt dabei sei unter anderem die verminderte Resistenz gegen diverse Umwelteinflüsse im Gewässer sowie ein deutlich herabgesetzter Reproduktionserfolg in freier Wildbahn.

Damit Fische einen gesicherten Lebensraum für die Zukunft haben, bräuchten sie viele Maßnahmen und die Hilfe der Gemeinden, Behörden und ansässigen Angelvereine. Die Gewässer müssten wieder naturnaher werden, Lebensräume geschaffen und Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Nur dann könnte sich auch die kommenden Generation noch an intakten Flüssen, Bächen und Seen erfreuen. Daher engagiert sich der LFVBW gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen für eine ganzheitliche Verbesserung an Flüssen und Seen und bietet Hilfestellung bei Fragen rund um dieses vielseitige Thema an.

Informationen zur Arbeit des LVFBW sind unter www.lfvbw.de verfügbar.

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