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Oberndorf a. N. Geschichte erleben

Von
23 Mitglieder sind in Verdun und Thierville unterwegs. Foto: Weber Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Alwin Weber

Oberndorf. Die erste Mehrtagesausfahrt seit Vereinsbestehen führte 23 Mitglieder der Gesellschaft für Heimat- und Kulturgeschichte nach Verdun und Thierville, die französische Partnerstadt Oberndorfs.

Detlef Hagedorn und seine Frau Patricia hatten die Ausfahrt minuziös vorbereitet und waren für die Gruppe Fremdenführer, Dolmetscher und Helfer in allen Situationen.

Über die Brücke Pont Pierre Pflimlin, die "Europabrücke" bei Kehl ging es zum ersten Zielpunkt, dem Forschungszentrum und Museum Robert Schuman in Scy-Chazelles. Hier werden Leben und Werk eines der Gründungsväter der Europäischen Union in sowohl architektonischer als auch inhaltlich vorbildlicher Weise dargestellt. Als sich die Gruppe dem Maastal näherte, konnte Detlef Hagedorn zeigen, wie der Frontverlauf bei den großen Schlachten des Jahres 1916 war. Nach Ankunft in Verdun und Zimmerbezug war ein erster Spaziergang durch die Altstadt angesagt, wobei der Besuch der Cathédrale Notre Dame einen Höhepunkt bildete.

Am zweiten Tag der Reise wurde die Gruppe in Festsaal des Rathauses in Verdun von Général Daniel Henry von der Gendarmerie nationale empfangen, der in die Geschichte Verduns einführte. Das "Mémorial de Verdun" war unter der Führung von Jean-Pierre Iscla, einem Kenner der französischen und speziell der Verduner Geschichte par excellence, für die Besucher aus Oberndorf das nächste Ziel. Das "Mémorial", so Jean-Pierre Iscla, wurde so gestaltet, dass der Mut aber auch die Leiden beider Seiten thematisiert werden. Auch das Schicksal der Frauen und Kinder wird hier mit einbezogen. Bein anschließenden Gang durch das Fort de Douaumont, das nicht in einer grünen, freundlichen Landschaft eingebettet war, sondern 1916 in einer von Granateinschlägen zerfurchten Umgebung lag, kann einem nur zum Teil bewusst werden, was es für einen Soldaten bedeutete, hier unter unvorstellbar miserablen Bedingungen "seinen Mann zu stehen".

Diesen so ereignisreichen Tag sollte ein gediegnes französisches Mahl abschließen. Am Samstag stand der Besuch im Rathaus von Thierville am Anfang. Bürgermeister Claude Antion, seine Stellvertreterin Jocelyne Champesme und Colonel Alain Artison von den in Thierville stationierten Streitkräften, hießen die Gruppe willkommen. Im Centre Gribeauval war der Tisch reich für das Mittagessen gedeckt. Ein Dankeschön und eine Einladung nach Oberndorf setzten diesem Treffen ein Ende, ehe es zu der "Citadelle souterraine" in Verdun ging. Hier konnte man auf fast zauberische Weise dank modernster Technik die Bedeutung dieser Wehranlage erleben. Der Abend begann abermals mit einem mehrgängigen Menu. Anschließend war wieder Ernstes angesagt: das Freilichttheater "Des flammes ... à la lumière", das, angefangen von den Friedenszeiten des Jahres 1914 bis zum Kriegsende 1918 einen Teil des Ersten Weltkrieges aus den verschiedensten Perspektiven zeigt. Ein großer Appell an die Menschlichkeit, der auch für die Gegenwart gilt.

Am Sonntag, dem Rückreisetag stand "nur" noch ein Spaziergang durch die wunderschöne Stadt Saverne (Zabern) auf der Agenda.

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