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Oberndorf a. N. Gemeinderat sagt Ja zum Schulverbund

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Der Schulverbund zwischen der Realschule und der Karl-Wider-Schule kommt. Foto: Bienger

Oberndorf - Der Schulverbund zwischen der Realschule und der Karl-Wider-Schule (KWS) kommt. Der Gemeinderat sprach sich mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung dafür aus.

Die Diskussion war nachdrücklich, fast streng und eine intensive Vorarbeit innerhalb der Fraktionen war zu erkennen, als es in der Gemeinderatssitzung um den Schulverbund ging. Durch das Ja ist eine Schließung der KWS erst einmal abgewendet. Diese hätte zur Folge, dass in Oberndorf ein Hauptschulabschluss nicht mehr möglich wäre. "Der Schulverbund ist aber erst der Anfang der Reise", meinte der Schulleiter Carsten Zühlke. Siegfried Maier, Rektor der Realschule, erläuterte, dass er persönlich für den Schulverbund innerhalb des Kollegiums geworben, aber keine Mehrheit gefunden habe. Aus pädagogischen Gründen sei man auch gegen eine Gemeinschaftsschule. "Wir sind nicht bereit, das Erfolgsmodell Realschule an die Wand zu fahren."

Man müsse den Schulverbund als Chance sehen, meinte Günter Danner (SPD). "Als Gemeinderat muss man einen anderen Blickwinkel auf die Dinge haben." Seine Fraktion stimmte einstimmig für den Schulverbund. Einig waren sich auch die Gemeinderäte aus den Reihen der Freien Wähler. Fraktionssprecher Dieter Rinker: "Durch den Schulverbund kann man den Druck bezüglich einer Gemeinschaftsschule abfedern." Und: "Wir können nicht warten, bis ein weißer Ritter in Form einer neuen Landesregierung kommt."

Eine Vorstufe für die Gemeinschaftsschule?

"Wir sollten uns nicht an Ideologien ausrichten", führte Wolfgang Maier (CDU) aus. Seine Parteikollegen Annette Elben und Peter Gaberle stimmten gegen den Verbund, da dies die Vorstufe für eine Gemeinschaftsschule sei, hinter der sie nicht stehen würden. Gabe: "Nix ist schlimmer als dieser Einheitsbrei bei der Bildung." Robert Häring enthielt sich der Stimme und begründete dies damit, dass er die Angelegenheit für nicht ausgereift halte. "Jeden Tag kommen neue Zahlen auf den Tisch", meinte er und spielte unter anderem auf die Mindestschülerzahl in der Eingangsklasse an. Die Beffendorfer Ortsvorsteherin Ruth Hunds zeigte sich "traurig und enttäuscht", dass die Entscheidung bei den Gemeinderäten liege. "Die Schulen haben genug Gestaltungsspielraum gehabt, um selbst eine Lösung zu präsentieren."

In der kommenden Woche sollen nun die Zahlen bei der Stadtverwaltung genau aufgearbeitet werden und dann der Antrag beim Schulamt gestellt werden. Ein Schulverbund kann frühestens zum Schuljahr 2014/2015 erfolgen und soll auf fünf Jahre befristet werden. Nach dieser Zeit könne dann eventuell wieder über eine Gemeinschaftsschule nachgedacht werden, erläuterte Bürgermeister Acker. "Im Hinblick auf die politische Zielrichtung, die zukünftig ein Zwei-Säulen-Schulsystem anstrebt, wäre ein Verbund mit einer mittelfristigen Überleitung in eine Gemeinschaftsschule der voraussichtlich erfolgversprechendste Weg", so die Stadtverwaltung.

Laut einer Mitteilung des Städtetages trifft im Konfliktfall das Schulamt die Entscheidung. "Allerdings verfolgt die regionale Schulentwicklung primär das Ziel, mit den Schulträgern zu einer partnerschaftlichen Lösung zu gelangen", heißt es dort.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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