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Oberndorf a. N. Fünf starke Frauen stehen im Mittelpunkt

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über Zarentöchter und die Beziehung zwischen Russland und Württemberg informierten sich die Oberndorfer. Foto: Weber Foto: Schwarzwälder-Bote

Oberndorf (wak). Die Teilnehmerzahlen an beiden Ausfahrten der Gesellschaft für Heimat- und Kulturgeschichte zur Landes-Ausstellung "Im Glanz der Zaren" bestätigte das große historische Interesse an der Beziehung zwischen dem Zarenreich Russland und dem Herzogtum, später Königreich, Württemberg.

Zu Beginn macht eine Karte, die Europa bis zum Ural zeigt, den geografischen Unterschied zwischen Russland und Württemberg klar: ein Riese und ein Zwerg. Fünf Stühle stehen stellvertretend für fünf starke Frauen in einem Salon. Von 1776 bis 1872 wurden zwei württembergische Prinzessinnen nach Russland verheiratet, drei Großfürstinnen heirateten nach Württemberg.

Am Anfang dieser Liaisonen stand die Verehelichung des russischen Kronprinzen Paul (Sohn Katharinas der Großen) mit der württembergischen Prinzessin Sophie Dorothee, die als Zarin Maria Fjodorowna hieß. Ein besonderes Schmuckstück der Ausstellung ist das Krönungskleid Maria Fjodorownas, das zum ersten mal außerhalb des Kremls gezeigt wird.

Die wohl populärste Zarentochter, die einen württembergischen Monarchen ehelichte, war Olga Nikolajewna, Königin Olga, die Gemahlin König Karls. Höhepunkt der Stuttgarter Ausstellung ist die Aussteuer, die Olga – neben ihrem gigantischen Vermögen – mit nach Württemberg gebracht hat. Der ganze Prunk eines absoluten Staates des 19. Jahrhunderts wird hier sichtbar. Doch auch Königin Olga bewegte noch mehr: Ihr soziales Engagement scheint grenzenlos: Das Kinderkrankenhaus "Olgäle", die Nikolaus-Blindenpflege und das (Karl)-Olga-Krankenhaus gehen unter anderen auf sie zurück.

Die letzte der Frauen, die in den russisch-württembergischen Beziehungen eine Rolle spielten, ist Großfürstin Wera Konstantinowna, die Adoptivtochter König Karls und Königin Olgas, die Herzog Eugen von Württemberg heiratete.

Als "schwer erziehbar" wurde Wera neunjährig zu ihrer Tante Olga nach Stuttgart geschickt. Wenn sie auch ein "Teufelsbraten" war, zwischen Wera und ihrer Tante entstand im Lauf der Zeit ein Gefühl von Zuneigung, ja Wärme und Dankbarkeit.

Die "Wera-Heime", in denen für ledige Mütter gesorgt wurde, gehen auf sie zurück und haben sicher manches Leben gerettet. Typisch scheint für diese hoch gebildete Frau auch eines ihrer Hobbys zu sein: die Fotografie.

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