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Oberndorf a. N. Freibad: Gremium stimmt Preiserhöhung zu

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Der Eintritt ins Freibad wird teurer. (Archivfoto) Foto: Freibad

Oberndorf - Die geplante Erhöhung der Freibad-Eintrittspreise hatte bereits im Verwaltungsausschuss (VA) für Diskussion gesorgt. Am Dienstag hatte nun der Gemeinderat über die Erhöhung zu entscheiden - nicht ohne nochmals ausführlich darüber zu debattieren.

Wie schon im VA stellte die CDU-Fraktion den Antrag, die Eintrittspreise für Kinder unter 16 Jahren bei den Einzel- und Zehnerkarten zu belassen. Und wie schon im Verwaltungsausschuss scheiterte die CDU auch im Gesamtgremium. Während Linke-Stadtrat Sven Pfanzelt und AfD-Stadtrat Christoph Maaß mit der CDU stimmten, waren die Vertreter von SPD und Freie Wähler dagegen. Die beiden Fraktionen stellen gemeinsam die Mehrheit im Gemeinderat.

Freie-Wähler-Fraktionschef Dieter Rinker warf der CDU "Symbolpolitik" vor. Zumal die meisten Kinder und Jugendlichen ohnehin Dauerkarten kauften. Für finanziell schlechter gestellte oder kinderreiche Familien gebe es den Landesfamilienpass. Dann koste eine Dauerkarte 20 Euro. Und für 20 Euro an 100 Tagen das Freibad besuchen zu können, ist in Rinkers Augen "fast schon geschenkt".

30 Cent Erhöhung bei Einzelkarten

Der Erste Beigeordnete Lothar Kopf steuerte Zahlen zur Diskussion bei. 208 Dauerkarten plus 87 weitere mit Landesfamilienpass habe man vergangenes Jahr an unter 16-Jährige verkauft. Dazu kämen 80 Zehnerkarten (plus 41 mit Landesfamilienpass). Die Einzelkarten seien nicht eigens für Kinder und Jugendliche aufgeführt. Man könne aber davon ausgehen, dass es eine eher geringe Anzahl gewesen sei.

SPD-Stadtrat Günther Danner pflichtete Rinker bei. Auch er sieht in dem CDU-Antrag lediglich eine Symbolik. Schließlich ginge es bei den Einzelkarten um gerade mal 30 Cent Erhöhung. Deshalb eine "Armutsdiskussion aufzuziehen" empfinde er als seltsam. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen." Und auch der Fraktionssprecherin der SPD Ruth Hunds wollte sich nicht erschließen, was die Ratskollegen von der CDU zu deren Antrag bewegt habe. Die meisten Kinder hätten doch ohnehin Dauerkarten. Für diese habe die CDU aber keinen Antrag auf Nichterhöhung der Preise gestellt.

Ganz anders sah das CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Hauser in seiner Antragsbegründung. Im Sinne einer kinderfreundlichen Stadt könne man so vielleicht Familien zurück gewinnen, die nun umliegende Bäder besuchten. Sein Fraktionskollege Thorsten Ade fügte an: "Für manche sind 30 Cent Erhöhung vielleicht Symbolpolitik, für andere ist es viel Geld."

Tarifanpassung nach fünf Jahren

Linke-Stadtrat Sven Pfanzelt bekräftigte nochmals seine Aussage aus dem Verwaltungsausschuss. Für ihn gehörten das Freibad und entsprechende Eintrittspreise zu einer attraktiven Stadt. "Das sollte es uns Wert sein."

Die jüngste Erhöhung der Freibadtarife erfolgte laut Verwaltungsvorlage für das Jahr 2016. Nach nunmehr fünf Jahren sei es angebracht, die Tarife anzupassen (Erhöhung um durchschnittlich 14 Prozent) und den gestiegenen Unterhaltskosten Rechnung zu tragen. Der neue Tarif sei in den Basispreisen der Eintrittsgelder mit den umliegenden Bädern vergleichbar.

Der Gemeinderat stimmte der Preiserhöhung mehrheitlich zu – bei Gegenstimmen von CDU, Linke und AfD.  Die beschlossenen Erhöhungen sehen folgende Preise vor: Einzelkarte vier Euro (bisher 3,50), Zehnerkarte 36 Euro (bisher 31,50), Dauerkarte 74 Euro (bisher 65). Der Feierabendtarif steigt von zwei Euro auf 2,30. Unter 16-Jährige müssen künftig 2,30 Euro für eine Einzelkarte bezahlen (bisher zwei Euro), die Zehnerkarte kostet 21 Euro (bisher 18), und für die Dauerkarte für Kinder und Jugendliche müssen jetzt 40 Euro (bisher 35) berappt werden. Mit dem Landesfamilienpass gibt es Vergünstigungen.

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