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Oberndorf a. N. Finanzamt arbeitet nicht gerade schnell

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Seit einer Reform Anfang der 2000er-Jahre ist Oberndorf (Bild) nur noch eine Außenstelle des Finanzamts Rottweil. Foto: Danner

Oberndorf - Das ist wahrlich kein erstrebenswerter Rekord: Die Oberndorfer Außenstelle des Finanzamts Rottweil gehört –­ laut einer Erhebung der Internetplattform Lohnsteuer-kompakt.de – zu den zehn langsamsten in ganz Deutschland. Wir haben bei Finanzamts-Leiter Michael Kewes nachgefragt.

Die Zahlen stammten nicht aus der Steuerverwaltung, betont der Vorsteher des Rottweiler Finanzamts. 51.000 Steuerfälle habe man in Rottweil und Oberndorf zusammengerechnet 2019 bearbeitet. Er hält deshalb die eigenen Auswertungen für valider, als jene der Internetplattform. Dort wurden sie aus 400.000 erstellten Einkommensteuererklärungen – allerdings verteilt aufs gesamte Bundesgebiet – ermittelt.

Differenz zu Rottweil ein "Dorn im Auge"

"Unsere Zahlen sind niedriger," sagt Kewes. In Oberndorf komme man auf 68 Tage, in Rottweil auf 48. Diese Differenz sei ihm jedoch schon ein "Dorn im Auge". Denn auch 68 Tage seien eine zu hohe Durchlaufzeit, bemängelt er. Ein Leser fühlte sich von unserem Bericht hingegen bestätigt. "Ich habe genau 80 Tage auf den Bescheid gewartet", sagt er.

Doch woran liegt es, dass es in Oberndorf so lange dauert, bis die Einkommensteuererklärung bearbeitet wird? "Wir hatten im vergangenen Jahr viele Krankenstände in unserer Außenstelle", erklärt Michael Kewes. Dazu gebe es, bedingt durch den demografischen Wandel, einige Kollegen, die in den Ruhestand gegangen seien.

Oberndorfer Außenstelle ist "kleinere Einheit"

Natürlich hätten auch andere Finanzämter mit diesem Problem zu kämpfen, räumt er ein. Oberndorf habe es 2019 aber geballt getroffen. Und unvorhergesehenen Krankheitsausfälle ließen sich auch nicht so schnell kompensieren, erläutert er. Des Weiteren handele es sich bei der Oberndorfer Außenstelle um eine "kleinere Einheit" mit etwa 60 Mitarbeitern. Da gebe es nicht so viele personelle Möglichkeiten zum Ausgleich.

"Dennoch können wir mit diesen Werten und der Spreizung nicht zufrieden sein." Man arbeite permanent an einer Verbesserung der Bearbeitungszeiten. Einige Maßnahmen – wie die Einarbeitung neuer Kollegen –­schafften jedoch nicht sofort Abhilfe. Man wolle das Ziel aber nicht aus den Augen verlieren. Denn eine angemessene Bearbeitungszeit gehöre zu einem guten Bürgerservice, ist Kewes überzeugt.

Die Bearbeitungszeit unterscheide sich übrigens nicht – egal, ob ein Steuerzahler eine Nachzahlung zu erwarten hat oder sich über eine Rückerstattung freuen kann.

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