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Oberndorf a. N. Erfolgsstory von Mafell trägt seine Handschrift

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Ernst Krauss, der fast 50 Jahre die Geschicke von Mafell zunächst als Konstrukteur, dann ab 1971 als Geschäftsführer sowie ab 2001 als Aufsichtsratsvorsitzender entscheidend mitbestimmt hat, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Oberndorf (pwo). Mit Ernst Krauss ist am Montag einer der profiliertesten Unternehmerpersönlichkeiten Oberndorfs im Alter von 71 Jahren gestorben. Um den langjährigen Mafell-Chef, der auch außerhalb der Firma Zeichen gesetzt hat, trauern seine Frau Elisabeth, seine beiden Söhne Stefan und Matthias Krauss mit ihren Familien, seine Geschwister und Verwandte, die heutigen und früheren Mitarbeiter des Familienunternehmens und zahlreiche Oberndorfer, die Ernst Krauss in seiner menschlich-souveränen, humorvollen Art kennen und schätzen gelernt haben.

Ernst Krauss wurde am 27. September 1938 in Breitbrunn am Chiemsee geboren. Im Jahr 1961 startete der junge Diplomingenieur seine berufliche Karriere als Konstrukteur bei der von seinem Onkel Rudolf Mey geführten Firma Mafell, die sich damals in Aistaig befand. 1971 trat er in die Geschäftsführung ein. Seit 1974 war er alleiniger Geschäftsführer. Gut 30 Jahre leitete er die Geschicke des Unternehmens. Unter seiner Ägide entwickelte sich Mafell zu einem weltweit führenden Hersteller hochwertiger Holzbearbeitungsmaschinen und -geräte für den Zimmermann beziehungsweise das Holzhandwerk, die sich durch hohe Qualität und technischen Vorsprung von Großserienprodukten unterscheiden. Er steuerte dabei das Unternehmen sicher auch durch schwierige Zeiten und trimmte es auf Erfolgskurs. In die Ära Ernst Krauss fielen der Umzug von Aistaig in das Betriebsgelände auf dem Lindenhof 1990, der Erwerb der Fluorner Firma Exeron 1995, die 2008 in das neu erstellte Betriebsgebäude neben Mafell umzog, die Umwandlung der Mafell GmbH & Co. KG in eine Aktiengesellschaft 1997 und der Bau eines Erweiterungsgebäudes, das 1999 in Betrieb genommen wurde.

Krauss verfolgte in seiner Unternehmensführung auch eine klare Philosophie: "Immer einen Schritt voraus, das war und ist die Devise der Mafell AG. Keine Angst vor Rationalisierung, sondern das gemeinsame Verständnis, dass nur wettbewerbsfähige Arbeitsplätze sicher sind, dass Geschwindigkeit mehr zählt als Geld, dass Flexibilität in Zeit und Anforderung vor allem ein mittelständisches Unternehmen auszeichnen. Mit diesem Denken ist es gelungen, ausschließlich in Oberndorf zu produzieren, nahezu alles selbst zu machen und damit auch für die Qualität aller Teile und Prozesse gerade zu stehen", sagte Krauss in einem Interview anlässlich seiner Verabschiedung als Alleinvorstand im Januar 2001, als er den Stab an seinen Sohn Matthias Krauss weiterreichte. Seither begleitete er Mafell weiter als Aufsichtsratsvorsitzender.

Richtungsweisende Spuren hinterließ Ernst Krauss auch in seinem ehrenamtlichen Engagement als konsequenter Verhandlungsführer und stellvertretender Vorsitzender des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg, Südwestmetall. Seit 1980 schrieb Krauss in unzähligen Verhandlungsrunden Tarifgeschichte. Als entschiedener Befürworter trug er zum Zustandekommen des landeseinheitlichen Metall-Arbeitgeberverbands bei. Aber auch darüber hinaus engagierte er sich in anderen Bereichen ehrenamtlich, so in der Lebenshilfe-Stiftung.

Seinen Ruhestand nutzte Krauss dazu, sich stärker seiner Familie, darunter den sechs Enkeln, zu widmen, als ihm das zuvor als Chef eines mittelständischen Unternehmens möglich war. So unternahm er zusammen mit seiner Frau sehr viele schöne Reisen. Aber auch seine große Leidenschaft, die Fliegerei in alle ihren Facetten vom Segelflug bis hin zum Berufspiloten, übte er bis kurz vor seinem Tod intensiv aus.

Die Trauerfeier für Ernst Krauss findet am Samstag, 18. September, um 13.30 Uhr in der evangelischen Kirche Aistaig mit anschließender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Aistaig statt.

 
 

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