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Oberndorf a. N. Elben: "Kita-Leitung geht nicht nebenbei"

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Um ihrer Arbeit gerecht werden zu können, müssten Kindergartenleiterinnen nach Meinung der CDU-Fraktion für manche Aufgaben freigestellt werden. Foto: © Photographee.eu – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf (cel). In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Annette Elben für die CDU-Fraktion einen Antrag über die teilweise Freistellung der Oberndorfer Kindergartenleiterinnen zur Erledigung von Leitungs- und Verwaltungsaufgaben.

Pro Kindergartenleitung soll es laut CDU eine Freistellung von zehn Prozent – dies sind vier Stunden – gewährt werden. Auf alle zwölf Kindergärten verteilt, entspreche das 1,2 Vollzeitstellen. Ausgehend von circa 55 000 Euro je Leitungskraft würden sich die jährlichen Mehrkosten dafür auf etwa 66 000 Euro belaufen, so Elben. Bei Kindergärten ab drei Gruppen solle zudem über eine höhere Freistellung nachgedacht werden. Die Leitungsfreistellung soll laut Antrag an den grundsätzlichen Fortbestand der in der jetzigen Form bestehenden Kindergartenverträge geknüpft werden.

In ihrer Begründung sagte Elben: "Der Gesetzgeber schreibt vor, dass für jede Einrichtung eine Fachkraft mit der Funktion einer Leitung zu bestimmen ist." Eine rechtliche Regelung, wann die Leiterin ihre Leitungsaufgaben erfüllen soll, gebe es aber nicht. Es bestehe keine Verpflichtung der Träger, die Leitung eines Kindergartens ganz oder teilweise freizustellen.

Zur Erhaltung der Qualität in den Kindergärten und auch um gegenüber anderen Kreisgemeinden konkurrenzfähig und attraktiv zu bleiben, müssten die Leitungsstellen gestärkt werden, es müsse einen zeitlichen Rahmen zur Erfüllung der Leitungsaufgaben geben. Im Falle einer Leitungsfreistellung sei ein entsprechender Ausgleich zur Einhaltung des erforderlichen Mindestpersonalschlüssels der Gruppen zu gewährleisten, betonte die Stadträtin. Gesellschaftliche und gesetzliche Veränderungen, die Einführung der Bildungs- und Orientierungspläne sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse hätten dazu geführt, dass sich die Arbeit in Kindertageseinrichtungen (Kitas) in den vergangenen Jahren stetig verändert habe, und immer höhere Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte und Kita-Leitungen gestellt würden.

Die Leitungsfunktion einer Kindertageseinrichtung habe sich zu einer komplexen und vielschichtigen Aufgabe entwickelt, die mit der Führung eines Unternehmens durchaus vergleichbar sei. Die Kita-Leitung sei verantwortlich für die Sicherstellung der pädagogischen Qualität der Einrichtung und dafür, dass ein fortlaufender Qualitätsentwicklungsprozess entstehe. "Wir meinen Kita-Leitung geht nicht nebenbei." Die jetzt angedachte Lösung erfolge in der berechtigten Hoffnung, dass der Gesetzgeber sich dazu entschließe, die Leitungsfreistellung verbindlich festzulegen und hierfür auch eine Gegenfinanzierung zur Verfügung zu stellen.

Ihre Redaktion vor Ort Oberndorf

Marcella Danner

Fax: 07423 78-373

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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