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Oberndorf a. N. Dorf feiert 1250. Geburtstag ausgiebig

Von
Bernhard Bitterwolf bindet in seine Moderation auch die Festgäste mit ein. Foto: Wagner

Oberndorf-Beffendorf - Mit "1250 Jahre Beffendorf - lasst uns feiern" war das Wochenende in Beffendorf überschrieben. Mit einem Sektempfang am Samstagabend begannen in der Turn- und Festhalle die Feierlichkeiten, und die Redner waren beim Festakt voll des Lobes über das Geburtstagskind.

Von "Dies ist ein großer Tag, den wir gemeinsam feiern" über "Trotz dieses Alters habt ihr Euch gut gehalten" bis hin zu "Ein wahrhaft stolzes Alter" sowie dem Prädikat "Buntes und vielseitiges Vereinsleben in einer intakten Dorfgemeinschaft" reichten die Komplimente der Gratulanten. Und die Beffendorfer in der voll besetzten Festhalle nahmen diese gerne entgegen.

Der oberschwäbische Kabarettist und Vollblutmusiker Bernhard Bitterwolf nahm die Besucher mit auf die Reise durch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, bei dem er nicht nur das Publikum, sondern auch die Festredner zum Mitmachen animierte.

Dem MGV Beffendorf mit seinem musikalischen Leiter Hans Schmalz war es vorbehalten, den Festakt musikalisch zu eröffnen, bevor Bürgermeister Hermann Acker die zahlreichen Gäste - darunter die Landtagsabgeordneten Stefan Teufel, Daniel Karreis und Emil Sänze sowie den Ersten Landesbeamten Hermann Kopp -­ begrüßte. Acker ging auf das Alter der Gemeinde ein, das durch die urkundliche Ersterwähnung nachgewiesen sei. Tatsächlich aber seien die Spuren der Existenz Beffendorf deutlich älter, führte Acker aus. Denn ein Gräberfeld aus dem sechsten Jahrhundert belege, dass hier damals schon ein alemannisches Dorf bestanden haben müsse.

Nur 13 Dokumente in Baden-Württemberg wiesen auf ältere Gründungen hin, als das vom 25. September 769, in dem "Beffindoraf" erstmalig genannt sei. Der Bürgermeister ging auf schweren Zeiten der Dorfbewohner ein, die jedoch alle Krisenzeiten mit Willensstärke überwunden hätten.

Der besondere Zusammenhalt in einer intakten Dorfgesellschaft zähle auch heute noch zu den besonderen Vorzügen des Stadtteils Beffendorf. Dieser Gemeinsinn habe sich sowohl beim Bau der Festhalle als auch jetzt wieder bei der Organisation dieses Jubiläums gezeigt, so Acker.

Beffendorf zeige sich heute - nach 1250 Jahren - als offener, aktiver, integrationsfähiger und zukunftsorientierter Ort, der sich gleichwohl seiner Geschichte und seiner Tradition bewusst sei und der es verstehe, diese Tradition und Geschichte zu vermitteln und zu feiern. Acker lobte das Kreativteam mit Dirk Hölsch, Helmut Hollenbach, Jens Glatthaar, Daniel und Alex Born, Renate Glatthaar, Katharina Scheit, Katja Benz, Simone Doll, Simone Haaga und Bernfried Schneider sowie allen anderen Mitwirkenden für die Vorbereitung und Organisation dieses Jubiläums.

Nach dem offiziellen Teil geht es mit der Geburtstagsparty weiter

Auch Ortsvorsteher Roland Lauble dankte dem Kreativteam und ging auf die Entstehung des Festwagens mit den sich verneigenden Türmen ein. Sein Dankeschön galt aber auch Bürgermeister Acker, der Stadtverwaltung und dem Bauhof für die großartige und unbürokratische Unterstützung.

Lauble erinnerte an die "Magd Gottes Cotaniwi", die seinerzeit das Land, auf dem heute Beffendorf steht, an das Kloster St. Gallen überschrieben und damit für die für erste urkundliche Erwähnung gesorgt hatte.

Als Vertreter der Vereine sprach Dirk Hölsch allen Helfern seinen Dank aus und zeigte sich sichtlich erfreut über die gute Zusammenarbeit aller Vereine, um dieses Fest zu schultern zu können.

Moderator Bernhard Bitterwolf hatte sich nach den Festreden wieder ein amüsantes Spiel mit dem Publikum einfallen lassen und präsentierte die fünf Gewinner anschließend auf der Bühne als "Beffendorfer Schellenquintett". Auch für Stadtarchivar und Museumsleiter Andreas Kussmann-Hochhalter hatte er sich etwas ausgedacht. Dieser musste Bitterwolf beim Sackpfeifenspiel auf der Trommel begleiten, bevor er einen kurzweiligen Rückblick auf die lange Geschichte von Beffendorf gab. Der reichte von der Frühsteinzeit über die Römerzeit, das Mittelalter bis hin zur Herrschaft der Habsburger, die Bauernkriege und endete nach der Gemeindereform in der heutigen Zeit.

Der MGV Beffendorf, der den Festabend so stimmungsvoll eröffnet hatte, setzte auch den Schlusspunkt und ließ einen unterhaltsamen, amüsanten, aber auch sehr informativen Festakt ausklingen.

Das Fest allerdings war noch lange nicht zu Ende, denn die Formation "Mühle Express", die für Stimmung, Party und gute Laune steht, sorgte für eine Geburtstagsparty, die ihresgleichen sucht. Mit zünftiger Musik, Schlagern und aktuellen Hits unterhielt das Quartett die zahlreichen Geburtstagäste bis tief in die Nacht hinein. Und die "1250-Jährigen" zeigten doch noch recht ansehnliche Leistungen auf der Tanzfläche.

Die Bildergalerie zur Partynacht.

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